Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

06.11.1987 - 

Eigenes Konzept gegen IBM-Architektur aufgewogen:

Software AG will SAA Paroli bieten

MÜNCHEN (CW) - Mit ihrer Ankündigung der Systems Application Architecture (SAA) hat IBM der Branche ein neues Schlagwort geliefert. Immer mehr SW-Anbieter fühlen sich dadurch veranlaßt, das Konzept von Big Blue mit eigenen Architekturen zu kontern. Diesem Trend folgt jetzt auch die Darmstädter Software AG.

"SAA ist ein Versprechen in die Zukunft mit wenig Gehalt", urteilte Vorstandsmitglied Peter Pagé. Und er beeilt sich, hinzuzufügen, daß das "offene Integrationskonzept" von Anfang an Grundlage der Produktentwicklung bei der Software AG gewesen sei. Neu ist allerdings der Name: "Integrierte Software Architektur" (ISA).

Die Darmstädter machen keinen Hehl daraus, daß sie alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen. Im Hinblick auf die SAA-Diskussion wollen sie explizit darauf hinweisen, daß einheitliche Systemarchitekturen keine Erfindung der IBM sind. Die eigene Produktstrategie gehe vielmehr über das hinaus, was Big Blue mit seiner SAA-Konzeption anbiete. ISA ziele auf die Portierbarkeit von Anwendungen zwischen unterschiedlichen Rechnern von IBM, DEC und Siemens sowie den entsprechenden Betriebssystemen.

Offen ausgelegt sei auch die Schnittstelle zum TP-Monitor. Das ist laut Pagé vor allem deshalb wichtig, weil "die IBM sich noch nicht dazu bekennt, welcher TP-Monitor in der Zukunft Bestand haben wird". Anders die Situation bei den Datenbank-Management-Systemen: Dort werde sich "DB2" über kurz oder lang durchsetzen - wenngleich es, so der Software-AG-Vorständler, in puncto Praktikabilität noch zu wünschen übrig lasse. Um den Zugriff auf das IBM-DBMS zu ermöglichen, haben die Darmstädter ihr 4GL-Produkt "Natural" mit einer SQL-Schnittstelle versehen.

Neu ist auch das System "Con-nect 2", mit dem die Software AG Büro- und zentrale DV integrieren will; es ist für die IBM-Betriebssysteme und für BS2000 von Siemens verfügbar. Das DEC-System "VMS" bleibt in diesem Fall außen vor, weil Digital Equipment mit "All-in-One" bereits ein ähnliches Produkt im Markt etabliert hat.