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30.08.1991 - 

Durchschnittlich 1,78 professionelle Anwendungen pro DOS-PC

Software-Anbieter: Raubkopien kosten über zwei Milliarden Dollar

WASHINGTON (IDG) - Auf etwa 2,4 Milliarden Dollar beziffert die amerikanische Software-Industrie den Schaden, der ihr im letzten Jahr durch Raubkopien von Geschäftssoftware entstanden ist. Trotz der Einbußen: Insgesamt scheinen die Programmpiraten auf dem Rückzug zu sein.

Die von der Software Publishers Association (SPA), einer der größten Herstellervereinigung der amerikanischen PC-Software-Industrie, zusammen mit der Marktforschungsfirma Dataquest durchgeführte Untersuchung vergleicht die Zahlen der Hard- und Softwareverkäufe mit der Zahl der durchschnittlich pro Computer eingesetzten Programme.

Die Ergebnisse bestätigen den Verdacht, daß in US-Firmen erheblich mehr Software läuft, als gekauft wurde. Unklar ist nur, wieviel. In jedem Fall scheint sich die Moral der US-Anwender langsam zu bessern: Immerhin ist die Zahl der regulär gekauften Programme pro DOS-PC seit 1987 um 25 Prozent - von 1,31 auf 1,78 - gestiegen (Macintosh-Benutzer steigerten sich von 2,03 auf 2,55). und obwohl 1990 etwa 43 Prozent mehr PCs verkauft wurden als vor vier Jahren, lag die von der SPA vermißte Summe nur geringfügig über dem Wert von 1987, als ein Fehlbestand von 2,3 Milliarden Dollar genannt wurde.

Bei der Schätzung wurden nur die in dem jeweiligen Jahr gekauften Produkte berücksichtigt. Weil aber auch die Besitzer älterer PCs gelegentlich Software kaufen, so die SPA, sind die wirklichen Werte wahrscheinlich ein ganzes Stück schlechter. Nicht berücksichtigt wurde Ausbildungs- und Unterhaltungssoftware. Die SPA vermutet auch hier einen großen Anteil an Raubkopien. Leider gibt es noch keine Vergleichswerte zur durchschnittlichen Computernutzung in der Schule und zu Hause, so daß dieser Anteil derzeit kaum zu ermitteln ist.

Doch nicht mehr lange: Noch in diesem Jahr will die SPA in einem großangelegten Forschungsprojekt die nötigen Daten erarbeiten.