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04.03.2016 - 

SDN basierte Weitverkehrsnetze

Software-Defined WAN als Chance für den Channel

Director EMEA Sales bei Silver Peak
Unternehmen, die auf Weitverkehrsnetze (WAN) angewiesen sind, suchen nach Ersatz für kostspielige und inflexible MPLS-Verbindungen (Multi-Protocol Label Switching).

Einen Ausweg aus diesem Dilemma bilden so genannte Software-Defined Weitverkehrsnetze (SD-WANs) auf Basis von Breitband-Internetverbindungen. Resellern und Systemhäusern eröffnet diese Technik die Möglichkeit, ihren Kunden eine zuverlässige und kostengünstige Alternative zu MPLS (Multi-Protocol Label Switching) anzubieten.

Die "Digitalisierung" ist einer der Trends, der die Wirtschaftswelt in den kommenden Jahren maßgeblich prägen wird. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie agiler und flexibler auf dem Markt agieren müssen. Das ist nur zu schaffen, wenn die Netzwerkinfrastruktur dafür ausgelegt ist. Dies gilt auch für unternehmensweite Weitverkehrsnetze (Enterprise WANs, Wide Area Networks).

Softwaregestützte Wide Area Networks sind der nächste Schritt in der Evolution der Weitverkehrsnetze.
Softwaregestützte Wide Area Networks sind der nächste Schritt in der Evolution der Weitverkehrsnetze.
Foto: Silver Peak

Doch gerade Enterprise WANs bereiten IT-Verantwortlichen häufig Kopfzerbrechen. Der Grund ist, dass ein Großteil dieser Netze auf MPLS beruht. Diese Technologie hat mehrere Nachteile:

  • Es kann Wochen oder gar Monate dauern, bis ein Service Provider neue MPLS-Verbindungen bereitstellen oder Änderungen an bestehenden Connections vornehmen kann. Solche Aktivitäten fallen in der Praxis häufig an, etwa wenn ein Unternehmen neue Außenstellen eröffnet oder Niederlassungen verlagert.

  • Änderungen an der MPLS-Infrastruktur können zu Störungen des laufenden IT-Betriebs und damit von Geschäftsaktivitäten führen.

  • Das Management von MPLS-Verbindungen lässt sich nur begrenzt automatisieren. Das heißt, es müssen IT-Fachleute vor Ort vorhanden sein, die beispielsweise Konfigurationsarbeiten übernehmen.

  • Die Kosten sind beträchtlich. Für ein MPLS mit 10 MBit/s fallen beispielsweise rund 600 Euro pro Monat an, t[BR1]eilweise noch mehr, wenn der Nutzer zusätzliche Funktionen wie Class of Service (CoS) bucht.

Der Posaunen-Effekt bei MPLS und Cloud-Services

Außerdem kann es zum so genannten Posaunen-Effekt (Backhauling) kommen. Er tritt auf, wenn Mitarbeiter über ein Enterprise-WAN auf Basis von MPLS auf Cloud-Dienste zugreifen möchten. Solche Services stellen Cloud Service Provider meist nur über Internet-Verbindungen zur Verfügung. Das bedeutet, dass der Internet-Datenverkehr über teure MPLS-Leitungen mit geringer Bandbreite zu einem Unternehmensrechenzentrum geleitet wird, das über Breitband-Internet-Links verfügt. Das ist umständlich und kostet Geld.

Doch auch Internet-Verbindungen als Basis eines Enterprise WAN wiesen zumindest bislang Schwachpunkte auf. Dies betrifft die Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit. Anbieter von MPLS-Diensten werben denn auch damit, dass entsprechende VPNs (Virtual Private Networks) hoch verfügbar und extrem zuverlässig seien. MPLS-Service-Provider geben für solche Netzwerke eine Verfügbarkeit von 99,9 bis 99,99 Prozent an.

Ein SD-WAN etabliert eine Overlay-Struktur (WAN-Fabric). Mit ihr lassen sich Internet-basierte Enterprise WANs aufbauen, die vergleichbare Servicemerkmale aufweisen wie MPLS-Verbindungen, aber deutlich preisgünstiger sind.
Ein SD-WAN etabliert eine Overlay-Struktur (WAN-Fabric). Mit ihr lassen sich Internet-basierte Enterprise WANs aufbauen, die vergleichbare Servicemerkmale aufweisen wie MPLS-Verbindungen, aber deutlich preisgünstiger sind.
Foto: Silver Peak