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08.03.2002 - 

Ariba führt Spend Management Suite ein

Software dreht den Euro zweimal um

MÜNCHEN (fn) - Der auf E-Procurement-Software und Marktplätze spezialisierte Hersteller Ariba hat mit "Spend Management Suite" ein neues Programmpaket vorgestellt. Damit können Unternehmen ihren Einkaufsbedarf analysieren, Lieferanten auswählen und Bestellungen auslösen. Im Vordergrund steht bei diesem Ansatz nicht mehr der Bestellprozess selbst, sondern das Management der notwendigen Ausgaben.

Hatte sich Ariba bisher vor allem damit einen Namen gemacht, Firmen Programme für das elektronische Bestellwesen zu verkaufen, konzentriert sich der Hersteller nun auf Lösungen, mit denen große Unternehmen Einsparpotenziale für die Beschaffung von direkten und indirekten Gütern identifizieren können. Eine der wesentlichen Funktionen der Spend Management Suite deckt das Modul "Ariba Analysis" ab. Mit ihm untersuchen Anwender den Bedarf innerhalb einer Organisation. Dazu zählt etwa das Konsolidieren der geplanten Beschaffungen der unterschiedlichen Unternehmensteile, das Aufspüren von redundanten Lieferantenkontrakten sowie das Priorisieren von Beschaffungsvorgängen. Das Analysewerkzeug zieht hierzu Daten aus der hauseigenen E-Procurement-Software "Ariba Buyer" sowie aus den Bestellsystemen von Drittherstellern. Anhand der so gewonnenen Informationen plant das Management die Wareneinkäufe. So könnten die Einkäufer bei der Analyse den firmenweit gemeldeten Bedarf auf oft benötigte Produkte stoßen, für deren Beschaffung sich ein Rahmenvertrag mit einem Lieferanten lohnt.

Für das Auswählen von möglichst günstigen Lieferanten hat Ariba die bereits bestehende Software "Enterprise Sourcing" erweitert. Dazu zählt ein überarbeitetes Ausschreibungsmodul, das laut Hersteller eine bessere Einsicht in den Fortschritt von Ausschreibungen sowie die möglichen Einsparungen erlaubt. Das Sourcing-System ist sowohl in Aribas Buyer- als auch in das neue "Contracts"-Modul integriert. Das Sourcing-Tool unterstützt sechs Sprachen und verschiedene Währungen.

Bei Ariba Contracts handelt es sich um ein Werkzeug, mit dem sich Lieferantenverträge nach einer erfolgten Ausschreibung automatisch erzeugen lassen. Diese Verträge stehen danach allen Bedarfsträgern im Unternehmen zur Verfügung. Das Tool vereinfacht zudem das Verlängern oder Erweitern bestehender Kontrakte.

Ein anderes neues Programm "Ariba Invoice", das sich ebenfalls in die Buyer-Software einbinden lässt, soll Unternehmen - einfach gesagt - das Zuordnen von Lieferantenrechnungen zu Bestellungen erleichtern. Das Rechnungswesen soll dadurch vereinfacht werden, verspricht Ariba. Im Mittel würden in Firmen zehn bis 20 Dollar an Verwaltungsaufwendungen pro Rechnung anfallen.

Die Einsparpotenziale, die Ariba verspricht, lassen sich allerdings nur dann erzielen, wenn die Einkäufer im Unternehmen über das Kernprodukt der Spend Management Suite, nämlich den Ariba Buyer, Waren ordern. Bestellen kann der Bedarfsträger nur bei Lieferanten, die mit dem Unternehmen einen Vertrag ausgehandelt haben. Zulieferer finden Firmen unter anderem in dem von Ariba betriebenen "Ariba Supplier Network".

So verlockend Ariba die Produktfamilie auch präsentiert: Der Hersteller bleibt die Antwort schuldig, wie Unternehmen, die neben den E-Procurement-Lösungen dieses Anbieters andere Bestellsysteme einsetzen, ein firmenweites Spend Management aufsetzen können. Hinzu kommt, dass auch Business-Intelligence-Anbieter Lösungen für eine firmenweite Bedarfsanalyse entwickeln, wie sie Ariba mit dem Analysis-Tool angekündigt hat. So bietet beispielsweise SAS Institute innerhalb seiner Produktfamilie "Supplier Relationship Management" das Modul "Spend Analysis" an.

Abb: Einsparpotenziale identifizieren

Ausgaben-Management soll Einsparpotenziale bei Lieferantenverträgen und beim Bestellvorgang aufspüren helfen. Quelle: Ariba