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19.01.1990

Software-Entwicklung der vierten Generation

Entwicklungwerkzeuge jeglicher Provenienz stoßen derzeit auf enormen Interesse. Der allgegenwärtige Anwendungsstau ist für sie beste Absatzgarantie, denn selbst ein mangelhaftes Tool dünkt den Anwendern besser als gar keins. Nur bei den Sprachen der vierten Generation läuft das Geschäft notorisch zäh. Zwar bieten alle großen Software- Unternehmen entsprechende Werkzeuge an, doch der erwartete Boom blieb aus. Der Grund: Die vollmundigen Versprechungen vieler Hersteller waren beim besten Willen nicht einzulösen. Vor allem, daß die 4GL-Produkte alle anderen Programmiersprachen ersetzen sollten, stieß auf das Mißtrauen der eingefleischten Cobol-Anwender und damit auf den Widerstand fast aller DV-Leiter. Ein gesundes Vorurteil - wie sich inzwischen herausgestellt hat, denn viele 4GL-Sprachen bleiben zunehmend auf kleinere Anwendungen wie Ad-hoc-Abfragen und Reports beschränkt. So zählen heute relationale Datenbanksysteme und die Abfrage-Sprache SQL zu den wichtigsten Vertretern der Gattung. Zudem erweist sich ein 4GL-System einmal wirklich wie immer wieder versprochen als benutzerfreundlich, dann weckt gerade diese Eigenschaft häufig nur die Quick-and-dirty Untugenden im Software-Entwickler. Performance-fressende Mammut-Programme dritter Wahl sind dann das Ergebnis. Außerdem sorgt der erzeugte (Exoten-)Code nicht selten für eine - nur vom Hersteller erwünschte - dauerhafte Produktbindung. Und wie will man mit 4GL-Programmen Wartung und Pflege der Altbestände unterstützen? Aber die Zeiten werden besser. Inzwischen werden 4GLs kaum mehr als Alleskönner angepriesen, sondern als nützliche Werkzeuge für die Software-Entwicklung und für relationale Datenbank-Systeme vermarktet. Die 4GL, so scheint es, hat ihren Platz gefunden. gfh