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Software ermöglicht professionelle Teamarbeit


08.01.1999 - 

Software ermöglicht professionelle Teamarbeit Für den Erfolg ist das Betriebsklima ein wichtiger Faktor

MÜNCHEN (hk) - Damit Projektleiter feststellen können, ob im Team auch die richtigen Leute sitzen, hat Key Software aus Karlsruhe ein Programm entwickelt.

Die Arbeit im Team gilt als Allheilmittel, um komplexe Projekte umzusetzen. Es ist allerdings eher die Ausnahme, daß sich Führungskräfte die Beteiligten vor dem Start genau ansehen. Wenn sie es tun, geschieht es unter fachlichem Aspekt. Die vielzitierten Schlüsselqualifikationen, auf die es ankommt, bleiben außen vor.

Der Psychologe Mathias Knieper und der Informatiker Jürgen Bollwahn haben nun das Werkzeug "Teamcoach" entwickelt, das Projektleitern helfen soll, ohne viel Aufwand die richtigen Personen für das richtige Vorhaben auszuwählen.

Mitarbeiter lernen ihre Stärken kennen

Im ersten Schritt schätzen die Mitarbeiter ihren Arbeitsstil selbst ein, indem sie am PC auf einer Skala Werte eintragen. Das Programm nennt Begriffspaare zum Beispiel zum Arbeitsrhythmus: "stetig oder variabel". Die Bedeutung der Begriffe wird näher erläutert.

In einem zweiten Schritt definiert jeder Teilnehmer seine drei liebsten Rollen, aber auch diejenigen, die ihm am wenigsten liegen. Das Programm gibt dabei zwölf Rollen vor, vom Forscher über den Macher bis zum Verkäufer. So kann ein Teamchef von Anfang an die Struktur seiner Mannschaft verändern, wenn er feststellt, daß sich alle Mitglieder beispielsweise nur als Forscher sehen und keiner sich als Macher versteht.

Nach Projektende schätzt dann jeder Mitarbeiter seine Teamkollegen ein. Daraus erstellt das Programm ein Diagramm über die Selbst- und Fremdeinschätzung. Den Vorteil dieser Vorgehensweise sieht Knieper darin, daß Mitarbeiter dabei "ihre Stärken und Schwächen besser kennenlernen". Der Psychologe setzt das Programm seit einigen Jahren an der Berufsakademie und an der Fachhochschule ein, wo er unterrichtet. Die Studenten seien begeistert, auf diese eher spielerische Weise in das Thema Schlüsselqualifikationen eingeführt zu werden. Mittlerweile nutzen auch Firmen wie der Chemieriese BASF den Teamcoach. Weiterbildungsexperte Gerhard Blockus ist begeisterter Anwender dieses Programms, mußte allerdings eine Menge Überzeugungsarbeit bei den Personalern und den Betriebsräten seiner Firma leisten, um ihre Bedenken zu zerstreuen. Er verwendet die Software auch zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter. So untersucht das Team, welche Rolle noch unbesetzt ist. Danach erarbeiten die Mitarbeiter Fragen, um herauszufinden, ob der Bewerber diese Aufgaben erfüllen kann.

Informationen und eine Demoversion sind bei Matthias Knieper und Jürgen Bollwahn unter Telefon 0721/890563, Telefax 0721/ 9887765 oder E-Mail matthias. kniepert-online.de erhältlich.