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21.10.1983 - 

Siemens AG:

Software für Industrie und Handel

MÜNCHEN (pi) - Mit nahezu verdoppelter Standfläche - auf zwei Ebenen verteilt - präsentierte sich Siemens auf der "Systems '83". Während der Messetage zeigte das Unternehmen Ausschnitte aus einem Angebot für die Datenverarbeitung und die Kommunikationstechnik.

Im Mittelpunkt des Software-Angebots für Industrie und Handel stand die integrierte Anwendersoftware "IS". Dieses Programmpaket umfaßt modulare Standardprogramme für die betriebswirtschaftlichen Aufgaben in den Bereichen Produktion, Auftragsbearbeitung, Finanzbuchhaltung und Personalwesen. Dabei hat man die betriebswirtschaftlichen Programmteile vom DV-technischen Umfeld getrennt. Die einzelnen Programmbausteine lassen sich sowohl autonom als auch integriert einsetzen und können deshalb stufenweise eingeführt werden.

Im Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbau, bei Consultingfirmen und CAD-Serviceanbietern besteht besonderes Interesse am Auf- und Ausbau CAD/CAM-Anwendungen. Für diese Interessensgruppe zeigten die Münchner das System "Cadis" zum interaktiven rechnerunterstützten Konstruieren mechanischer Bauteile im Dialog.

Erstmals auf der Systems vorgestellt wurde das von Siemens neu entwickelte Schriftlese-System (SLS) am Beispiel der Überweisungsauftragsbearbeitung für das deutsche Kreditgewerbe. Dieses System für die automatische Belegdatenerfassung liest die gebräuchlichsten Schreibmaschinenschriften und handgeschriebene Blockschriften in beliebiger Reihenfolge ohne vorherige Kodierung direkt vom Urbeleg.

Das Schriftlese-System arbeitet nach einer neuen Technik der optischen Zeichenerkennung, dem sogenannten Winkelschnittanalyse-Verfahren. Zunächst ist der Einsatz des SLS für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs im deutschen Kreditgewerbe vorgesehen. Geplant wird auch der Einsatz in anderen Branchen, so bei Versicherungen und Behörden und im Handel.

Premiere auf der Messe hat die neueste Version von "Infplan", einem branchen- und funktionsneutralen Softwareprodukt zur Lösung von Planungs- und Kontrollaufgaben. Für Ad-hoc-Fragestellungen steht Infplan dem Endbenutzer jetzt in offener Dialogarbeitsweise zur Verfügung. Die Ergebnisse können als Hardcopy oder Listen und als Busineßgrafiken auf Terminal, Drucker sowie Plotter ausgegeben werden.

Zur Entwicklung von Planungsund Informationssystemen steht der Funktionsumfang von Infplan weiterhin in der bewährten Arbeitsweise mit Datenanschlüssen zur Verfügung. Zusätzlich wird in der neuen Version vier die Möglichkeit geboten, den Dialog durch individuelle Bildschirmmasken zu gestalten.

Die neue Software "Bugraf" - Busineßgrafik (Präsentationsgrafik oder kommerzielle Grafik) - bietet die Möglichkeit, im Dialog oder auch gekoppelt mit anderen Verfahren farbige Grafiken für überwiegend betriebswirtschaftliche Darstellungen zu entwerfen, zu speichern und zu modifizieren. Ausgabemedien sind Farbplotter oder Farbterminals mit angeschlossenen Farbdruckern. Einsatzmöglichkeiten ergeben sich in der Industrie, Handel, Banken, Versicherungen oder Behörden für die Finanzplanung, Kostenverfolgung, Umsatzverfolgung, Zeit- und Personalplanung, Lagerkontrolle, Fertigungs- und Produktionskontrolle, statistische Auswertungen, Prognosen sowie die Darstellung von Meßreihen.