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Preispolitik von ISVs hinterfragt


12.11.1998 - 

Software-Lizenzmodell für Großrechner hat seine Tücken

MÜNCHEN (CW) - Mit der Vorstellung der "G5"-Prozessoren für IBMs S/390-Mainframes präsentierte Big Blue auch ein neues Software-Lizenzmodell. Danach sollen bei der Nutzung bestimmter Anwendungen Preisvorteile von bis zu 50 Prozent möglich sein. Die Analysten der Meta Group warnen nun aber, daß Benutzer bei Applikationen von Independent Software Vendors (ISVs) in bestimmten Fällen sogar Preiserhöhungen in Kauf nehmen müssen.

Sie rechnen vor, daß beispielsweise Computer-Associates-Anwender unter Umständen zwei bis sieben Prozent höhere Lizenzgebühren zahlen müssen, je nachdem, ob sie die Software auf einem Rechnerkomplex nutzen oder auf zwei Systemen. Die Wartungskosten für CA-Anwendungen können in solch einem Fall sogar zwischen zwölf und 20 Prozent steigen. Doch auch der umgekehrte Fall ist denkbar: Candle etwa offeriert Preisreduktionen von bis zu 20 Prozent, wenn Anwender ein Single-System benutzen. Meta rät deshalb Mainframe-Benutzern, die unterschiedlichen Gebührenstrukturen der ISVs einer genauen Prüfung zu unterziehen. So könnten Anwender Geld sparen.

Das Thema wurde wieder einmal aktuell, seit die IBM mit ihrer neuen G5-Mainframe-Generation die Rechenleistungsbarriere von 1000 Mainframe-MIPS durchbrach. Benutzer überlegen sich jetzt, welche Aufrüststrategie sie für ihre installierten Großrechner vorziehen - Erweiterung des bisherigen Single-Systems oder Kauf eines separaten Rechners.

Bisher wurden Big-Blue-Anwender nach der Gesamtrechenleistung des installierten Systems zur Kasse gebeten. Die Abrechnung basierte auf gemessenen MIPS. Wollten Kunden ihre Hardwareleistung erweitern, stieg parallel dazu auch der Preis für die eingesetzte Software, selbst wenn deren Nutzungsgrad konstant blieb. Das neue "S/390-Usage-Pricing"-Modell bemißt laut IBM nur noch den tatsächlichen Gebrauch der Programme. Dieses Preismodell gilt übrigens nur für Anwender, die Version 2 von OS/390 als Betriebssystem einsetzen.