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26.10.2001 - 

Konfiguration und Fernwartung von PCs mit Network Wizard

Software macht Schluss mit Turnschuh-Management

MÜNCHEN (ave) - Das Verwalten der Arbeitsplatzrechner im Unternehmen stellt eine zeitraubende und teure Aufgabe dar. Tools wie der "VI Network Wizard" (NW) des Berliner Softwarehauses Völcker Informatik helfen Administratoren, diese Herausforderung zu meistern.

Bei der Betreuung eines Unternehmensnetzes nimmt das Management der vorhandenen PCs eine wichtige Stelle ein. Das Einrichten von Arbeitsplätzen, Installieren und Konfigurieren von Software, Verwalten von Lizenzen sowie die Kontrolle über die in der Firma installierte Hardware (wichtig bei eventuellen Migrationsplänen) sind nur einige der Aufgaben, die damit auf den Administrator und sein Team zukommen. Ohne die Zuhilfenahme von Spezial-Tools sind sie nur mit enormem Personalaufwand zu bewältigen.

Die Berliner Völcker Informatik AG hat mit dem Network Wizard eine Lösung entwickelt, die dem IT-Personal eine ganze Reihe dieser Arbeiten abnehmen soll. "Wir kümmern uns um alles, was mit dem Windows Management Interface (WMI) und dem Desktop Management Interface (DMI) zusammenhängt", beschreibt Frank Merkel, Vorstand Vertrieb bei Völcker Informatik, das Funktionsspektrum des Produkts.

Der inzwischen in der Version 7.0 vorliegende NW umfasst zum einen den "VI-Client", der auf allen zu verwaltenden Rechnern der Mitarbeiter installiert sein muss. Herzstück des Tools ist das Structured Network Model (SNM), eine relationale Datenbank, die alle zu verwaltenden Objekte, die dazugehörige Strukturinformation sowie die Systemkonfiguration enthält.

Grundlage Meta DirectoryDas SNM bildet eine Art Meta Directory, denn es ist in der Lage, mit Hilfe von Abgleichdiensten über zentrale Job Tree Engines auf Namespaces von Verzeichnisdiensten wie den Active Directory Services (ADS) von Microsoft zuzugreifen. Mit Hilfe dieses Kunstgriffs löst Völcker auch das bekannte Problem, dass innerhalb der ADS die Vererbung bestimmter Eigenschaften über verschiedene Hierarchieebenen nicht immer zuverlässig funktioniert: Die Vererbung erledigt NW innerhalb der relationalen Datenbank, die geänderten Eigenschaften werden danach direkt in die ADS zurückgeschrieben.

Mit dem NW lässt sich ferner die Verwaltung der Benutzer im Netz vereinfachen. Das Einrichten oder Löschen beispielsweise von Konten in NT-Domains und in der TK-Anlage kann über die Konsole des Programms erledigt werden. Dabei besteht die Möglichkeit, die Benutzerinformationen direkt mit Stammdaten aus Personalverwaltungssystemen (zum Beispiel SAP/R3 oder Peoplesoft) zu verknüpfen. Das Zuweisen eines NT-Accounts, das Einrichten eines E-Mail-Postfachs oder die Freigabe beziehungsweise das Sperren von Zugriffsrechten im Netz ist über die Management-Konsole zu bewerkstelligen, ohne dass der Administrator seinen Arbeitsplatz verlassen muss.

Hilfreich ist das Tool auch, wenn es um die Verteilung von Software im Unternehmen geht. Der Wizard erlaubt dabei, Mitarbeiterprofile mit Strukturdaten wie etwa der dazugehörigen Kostenstelle zu verknüpfen. Administratoren können außerdem Applikationsprofile erstellen, die festlegen, welche Programme welcher Anwender benutzen darf. Nach dem ersten Anmelden des Angestellten an seinem Arbeitsplatz installiert das Tool die Anwendungen automatisch auf seinem Rechner.

PC-Inventar im BlickUm bei der Softwaredistribution das Netz nicht unnötig zu belasten, hat sich Völcker Informatik einen Kniff einfallen lassen: Ein bestimmter Teil jeder lokalen Festplatte wird als "Installationspartition" reserviert, die komprimiert alle Programme enthält, die für die Softwareausstattung an einem bestimmten Platz in Frage kommen. Benötigt der Mitarbeiter ein neues Tool, muss es nicht über das Netz geladen werden, sondern wird von der gesicherten Partition aus installiert.

Das Asset-Modul des NW ermöglicht die zentrale Verwaltung der im Unternehmen vorhandenen Rechner, wobei auch die installierte Hard- und Software erfasst wird. Die bei der Inventarisierung zu berücksichtigenden Elemente (beispielsweise installierter Speicher, Festplattengröße oder vorhandener Prozessor) lassen sich über die Konsole des NW frei definieren und ablegen. Nach der Abfrage werden die Informationen über die Rechner und deren Ausstattung wiederum in der zentralen Datenbank SNM festgehalten. Auch hier besteht die Möglichkeit, die Geräte anhand bestimmter Parameter vordefinierten Gruppen (Struktureinheiten) zuzuweisen.

So ist es etwa denkbar, eine Gruppe mit Rechnern zu bilden, deren Arbeitsspeicher größer als 128 MB ist. Eine derartige Funktion kann insbesondere im Vorfeld einer Migration sehr nützlich sein, um herauszufinden, wie viele Geräte im Unternehmen noch aufgerüstet werden müssen, bevor eine neue Softwareversion eingeführt werden kann.

Ein weiteres Feature ist die Mandantenfähigkeit des Management-Werkzeugs: Die Netzverwalter können Mitarbeitern mit Hilfe dieser Funktion bestimmte Rechte erteilen, so dass diese weniger wichtige administrative Aufgaben ohne das Zutun der Spezialisten zu erledigen vermögen.

DIHK: Drei Standorte unter KontrolleBeim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) werden rund 500 Mitarbeiter im gesamten Netz mit Hilfe des Network Wizard (NW) von Völcker Informatik verwaltet. Die Lösung erlaubt es, das Management der über die Standorte Berlin, Bonn und Brüssel verteilten Arbeitsplätze mit nur vier hauptberuflichen Administratoren zu bewältigen. Dank des NW lassen sich viele einfachere Verwaltungsarbeiten an Mitarbeiter vor Ort delegieren. Dabei erstrecken sich die Arbeiten von der Einrichtung einzelner PC-Arbeitsplätze über die Verwaltung der User, das Aufspielen von Software aus der Ferne bis hin zur aktiven Wartung und Fehlersuche beziehungsweise -behebung.

"Das Turnschuh-Management hat bei uns ausgedient", freut sich Dieter Schimmel, Leiter des Bereichs Informationsverarbeitung und Kommunikationstechnik und stellvertretender Leiter des Bereichs zentrale Aufgaben. Er berichtet, dass der DIHK auf Völcker Informatik und den Network Wizard stieß, als der eingetragene Verein die Einrichtung des Standorts Berlin vorbereitete und eine Alternative zur bis dahin gebräuchlichen "Softwarebetankung" für die PCs der Mitarbeiter suchte.

Am NW schätzen die IT-Profis etwa die Möglichkeit, zentral Profile für die Benutzer zu hinterlegen, in denen spezifiziert ist, welchen Kostenstellen die Mitarbeiter zugeordnet sind, welche Rechte sie haben oder welche Programme sie benutzen dürfen. Doch auch die Funktionen zur Inventarisierung der Arbeitsplatz-PCs oder zur Verwaltung der Softwarelizenzen schätzt der DIHK an dem Tool.

Die dem Network Wizard zugrunde liegende, zentrale Datenbank befindet sich in Bonn, die Zugriffe erfolgen über das ATM-Netz, das die Standorte des DIHK miteinander verbindet. Dieter Draht und Frank Lutz, die beiden Leiter des DV-Benutzerservice in Berlin und Bonn, sehen einen der Vorteile des Tools darin, dass der NW es den Mitarbeitern auch ermöglicht, von verschiedenen Orten innerhalb des Netzes zu arbeiten, dabei aber immer ihre vertraute Arbeitsumgebung zu nutzen.

Realisiert wird dies über die im NW angelegten Profile: Bei jedem Einloggen eines Mitarbeiters überprüft das System, welche Software das Profil der betreffenden Person vorsieht, und installiert diese gegebenenfalls. Eventuell auf einem Rechner vorhandene, aber für den User nicht freigegebene Software wird entsprechend deinstalliert. Alle für die Geschäftsabläufe relevanten Daten werden ausschließlich auf zentralen Servern gespeichert, die lokale Festplatte wird dafür nicht benötigt.