Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

22.12.1989 - 

Zu klein, um international mitzustreiten

Software made in Germany ist weltweit kein Begriff

BONN (vwd/CW) - Deutsche Softwarehäuser spielen auf dem internationalen Markt nur eine untergeordnete Rolle. Grund für die Dauermisere ist nach Ansicht von Industrie-Experten die Zersplitterung der Softwareunternehmen in Klein- und Kleinstbetriebe.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) präsentierte bei einer Anhörung vor dem Forschungsausschuß des Bundestages zum Thema "Zukunftskonzept Informationstechnik" Zahlen, die für sich sprechen: Nur zwanzig Prozent der insgesamt rund 3700 deutschen Softwareunternehmen beschäftigen derzeit mehr als zehn Mitarbeiter.

Deutsche Softwarehäuser orientieren sich vorwiegend an Nischenmärkten und bieten in erster Linie anwendungsorientierte Lösungen an. Kostenintensive Branchen- oder Software, die auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten wird, kommt in den meisten Fällen für eine breitere Vermarktung nicht in Frage.

Auf große Schwächen im Bereich der Basismärkte Softwaretechnologie und Mikroelektronik verwies auch der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI). Demnach wird der deutsche Bedarf an Komponenten für die Mikroelektronik zu sechzig Prozent aus Fernost-Importen gedeckt. Auf dem Softwaremarkt geben die Amerikaner international den Ton an. So wird der deutsche Markt zu etwa siebzig Prozent durch US-Importe abgedeckt. Von den fünzehn weltweit umsatzstärksten Anbietern

kommen neun aus den USA.

Eine langfristige Chance für die deutsche Informationstechnik, sich im Konkurrenzkampf mit Japan und den Vereinigten Staaten zu behaupten, sehen die Industrieverbände nur dann, wenn die europäische Zusammenarbeit forciert und die Standortbedingungen verbessert werden.

Die Qualität deutscher Standorte muß, so der ZVEI, vor allem auf steuerpolitischem Gebiet korrigiert werden. Um auf dem Weltmarkt nicht ins Abseits zu geraten, sei außerdem die Mobilisierung gesamteuropäischer Ressourcen für die Durchführung europäischer

Programme unerläßlich.