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08.10.1993

Software-Produktionsumgebung ist nun verfuegbar Debis stellt "Leo"-Konzept fuer C/S-Entwicklung endlich fertig

MUENCHEN (hv) - Als Kombination aus Softwareproduktions-umgebung und Vorgehensmodell fuer die Erstellung von Client-Server-faehiger Anwendungssoftware hat Cap Debis nun "Debis/Leo" auf den Markt gebracht. Die Entwicklungsumgebung integriert laut Hersteller Tools, die den kompletten Software-Life-cycle vom Entwurf bis zum Release-Management unterstuetzen sollen.

"Hinter Debis/Leo verbirgt sich sowohl ein Architekturmodell als auch eine Software-Entwicklungsumgebung", macht Cap-Debis-Manager und Leiter des Geschaeftsfeldes Standardsoftwareprodukte Helmut Drodofsky deutlich. Anwender koennten den Aufbau ihrer Anwendung selbst bestimmen und entscheiden, wie die "Lastverteilung zwischen Client und Server realisiert werden soll". Die Entwicklungsumgebung, die ausschliesslich Industriestandards integriere, eigne sich fuer die Erstellung von Programmen, die in offenen und proprietaeren, heterogenen Systemumgebungen laufen koennten.

Was Debis heute als innovative Softwareproduktions-Umgebung vermarktet, ist in Wirklichkeit das Ueberbleibsel eines gigantischen Entwicklungsvorhabens, dessen Geschichte aus Sicht des Konzerns alles andere als gluecklich verlaufen ist. So galt "Leo" zuletzt als Synonym fuer den gescheiterten Versuch des Debis Systemhauses, eine Standardanwendungs-Software im Stil der SAP- Produktlinie auf die Beine zu stellen. Diverse Softwarepakete, die der Konzern durch die Uebernahme mehrerer Softwarehaeuser erworben hatte, sollten in einer Produktreihe integriert werden. Diesen Plan gab Debis jedoch mit dem Hinweis wieder auf, man wolle nicht zuviel in neue Produkte investieren.

Parallel verfolgte die Daimler-Benz-Tochter schon damals das weniger aufwendige Ziel, eine flexible Softwareproduktions- Umgebung zu schaffen, mit der Client-Server-Anwendungen fuer heterogene Systemumgebungen erstellt werden koennten. Hier hatten die Friedrichshafener Entwickler offenbar mehr Erfolg - die sogenannte Leo-Technik ist inzwischen verfuegbar.

"Mit der Leo-Technik lassen sich Anwendungen schreiben, die sowohl auf proprietaeren als auch offenen Plattformen laufen", erklaert Doris Reiter, verantwortlich fuer die Produktentwicklung im Bereich Cap Debis SSP. Die Client-Server-faehigen Anwendungen sind laut Hersteller plattformunabhaengig einsetzbar.

Der Entwicklungsumgebung liegt ein zentrales Repository zugrunde, das Debis selbst entwickelt hat. Darin lassen sich alle Informationen der Anwendung einschliesslich der logischen und physikalischen Datenmodellen verwalten. Auf Basis einer relationalen Datenbank - zur Zeit wird Oracle unterstuetzt - bietet das Repository Verwaltungs-, Generierungs-, Konfigurations- und Auswertungsfunktionen.

Komponenten der Leo-Technik sind unter anderem das Projekt- Management, in dessen Rahmen diverse marktgaengige Werkzeuge zur Verfuegung gestellt werden sowie das Entwicklungs-Management, das einen Programmrahmen, Datenbankdienste, generierungsroutinen, Fehler-Handling und Testwerkzeuge bietet. Das Client-Server-Modell wird insoweit unterstuetzt, als dass Softwarebausteine jeweils streng getrennt fuer das Praesentations-Management, die Ablauflogik und den Datenbankzugriff programmiert werden koennen.

Die Integration erfolgt ueber ein sogenanntes Message-System, dessen Bestandteil auch die Verteillogik ist.