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24.07.1998 - 

IT in der Prozeßindustrie/Gemeinsames Erzeugnis von Debis und Wella

Software pusht die Produktentwicklung

Der internationale Wella-Konzern mit Zentrale in Darmstadt investiert laufend in die Entwicklung von Kosmetika, Düften sowie Haarwasch- und -pflegemitteln. Rund 200 Mitarbeiter testen Jahr für Jahr neue Mittel und Mischungen. Allein 1997 wurden rund hundert Erfindungen beim Patentamt angemeldet.

Um die Entwicklungszeiten für solche Produkte zu verkürzen, setzt Wella in den international verstreuten Forschungs- und Entwicklungsbereichen eine individuell für das Unternehmen programmierte Software ein, die das Austesten Hunderter von Rezeptvarianten steuert. Planung Ressourcenverwaltung, Rezeptentwicklung, Produktkontrolle, Dokumentation und Produktfreigabe lassen sich damit abwickeln.

Die Mitarbeiter in den Forschungsbereichen können auch auf Informationen zugreifen, die an anderen Orten gesammelt wurden. Allerdings sind nicht alle Daten frei zugänglich. Sensible Daten lassen sich vor unberechtigtem Zugriff sichern.

Trotz standortübergreifendem Austausch von Informationen bildet das Wella-System (Client-Server-Rechner) eine in sich geschlossene "Insellösung", die unabhängig von anderen Softwaresystemen arbeitet, so Andreas Grau vom Debis-Systemhaus, das an der Entwicklung mitgewirkt hat. Das Programm zieht jedoch aus anderen Systemen Daten, beispielsweise aus SAP R/3 und einem Labor-Informations- und Management-System (LIMS). Nach abgeschlossener Produktentwicklung läßt sich die neue Rezeptur weiter an das Produktions-Planungs- und -Steuerungssystem von SAP weiterleiten.

Was sich bei Wella innerhalb von Jahren mit wachsenden Funktionen bewährt hat, bietet Debis jetzt in einer standardisierten Fassung unter dem Namen Radis (Research and Development Information System) an. Die Wella-spezifischen Bestandteile wurden herausgelöst und ein idealtypischer Forschungs- und Entwicklungsablauf zugrunde gelegt. Die Kosten für die Standardsoftware sowie die notwendige Individualisierung werden auf durchschnittlich 400000 Mark beziffert.