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01.02.1985 - 

GES muß verschiedene Interessen unter einen Hut bringen:

Software-Qualität über Grenzen tragen

ZÜRICH (sg) - Die 1073 gegründete Gesellschaft Schweizerischer EDV-Dienstleistungsunternehmen und Softwarehersteller (GES) tut sich schwer. Ihr erklärtes Ziel ist es, den Softwareherstellern sowie ihren Programmen in der Schweiz zu mehr Anerkennung zu verhelfen.

Nicht nur, daß sie nach wie vor ihrer Zielsetzung hinterherrennt - es ist ihr bislang auch nicht gelungen, die verschiedenen Interessen ihrer Mitglieder unter einen Hut zu bringen. Diese Interessen reichen von Software-Manpower über -Handel und -Entwicklung bis zur reinen DV-Beratung.

Verdeutlicht wurde dies anläßlich einer erstmals im größeren Rahmen durchgeführten Pressekonferenz, in der das GES-Präsidium die Situation der Schweizer Softwarehäuser trotz generell rosiger Wachstumsaussichten als nicht gerade problemlos darstellte. Schwierigkeiten gibt es vor allem im Hinblick auf den in der Schweiz kleinen und dazu noch vierfach sprachgeteilten Inlandsmarkt, der nach Meinung des Präsidiums noch keine tragbare Größe für die Produktion von Standard-Software abgibt. Außerdem stünden sich die Softwarehäuser in der Schweiz einander im Wege. Auch würde das relativ hohe Lohnniveau eine wirtschaftliche Software-Entwicklung in der Schweiz zunehmend erschweren. Der Mangel an Unterstützung durch die öffentliche Hand, die bei Software-Ausschreibungen die Existenz der GES ständig zu übersehen scheint, wurde einhellig beklagt.

Mit Bezug auf die nahezu völlige Hardware-Abhängigkeit der Schweiz vom Ausland warnte die GES nachdrücklich davor, daß - sofern die Schweizer Softwarehäuser keine breite Unterstützung finden - bald auch eine ebensolche Abhängigkeit vom Ausland bestehen wird. Da die selbstgesetzten Wachstumsraten von jährlich 10 bis 20 Prozent nicht zu schlecht aussehen, sollten die im GES organisierten Firmen, anstatt sich in Selbstmitleid zu gefallen, doch endlich die Initiative ergreifen und die von ihnen gelobte Schweizer Software-Qualität in die Welt hinaustragen.