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22.10.1993

Software Spotlight

Die Uebergabe der Markenbezeichnung Unix an die Open-Systems- Organisation X/Open eint offenbar die bisher notorisch zerstrittene Unix-Gemeinde. Novell, SCO, IBM, HP, OSF & Co. haben jetzt zwei Dinge gemeinsam. Erstens kann derzeit kein Unix- Anbieter die strengen X/Open-Voraussetzungen einhalten, die dazu berechtigen, die Bezeichung Unix zu verwenden. Zweitens reagiert jedes Unternehmen auf diese Situation mit exakt demselben Versprechen: "Wir werden zu den ersten Unternehmen gehoeren, dessen Betriebssystem die X/ Open-Anforderungen erfuellt."

Die Auseinandersetzung zwischen Novell und Microsoft hat inzwischen eine neue Qualitaet gewonnen. Auf Marketing-Seite wollen die Netzwerker nun das Windows-Monopol der Gates-Company brechen. Nach Informationen des britschen Brancheninformationsdienstes "Client Server News" hat Novell klammheimlich drei neue Markenzeichen angemeldet: Die grafischen Versionen von Netware, DR-DOS und Appware sollen kuenftig Novell Windows, Netware Windows und Windows Frame heissen. Microsoft soll dagegen bereits Einspruch eingelegt haben.

Vor rund einem Jahr ist Novell ins Unix-Geschaeft eingestiegen. Seither geht das Geruecht um, das PC-Unix Unixware sei ein Flop. Nun hat Novells Unix-Chef Kanwal Rekhi konkrete Zahlen genannt. Danach sind in den ersten zehn Monaten 30 000 Unixware-Pakete ausgeliefert worden.

Mit der Software-Qualitaet scheint es noch nicht zum Besten zu stehen. So war es der Guetegemeinschaft Software e.V. eine Pressemeldung wert, dass die GCS GmbH fuer ihre Fertigungssoftware das Guetezeichen der Qualitaetspruefer erhalten hat. Die Software sei die erste ihrer Art, die die der DIN-Norm 66285 in folgenden Punkten entspreche:

- die Software erfuellt alle Funktionen vollstaendig,

- sie ist fuer Anwender gut verstaendlich,

- verhaelt sich bei Fehlbedienung robust und

- ist vollstaendig dokumentiert.

Unix International (UI) verbreitet Durchhalteparolen. "Die Arbeit an der Weiterentwicklung des Betriebssystems Unix wird planmaessig fortgesetzt". meldet der UI-Arbeitskreis Deutschland. Dabei hat die ehemals einflussreiche Open-Systems-Organisation eben erst ihre europaeische Zentrale in Bruessel geschlossen. Die Unix-Entwicklung liegt bei Novell und die Open-Systems-Spezifizierung bei X/Open. Daher enthaelt die Meldung des Arbeitskreises auch keinen Hinweis darauf, welche Funktion UI kuenftig uebernehmen koennte.