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26.08.1983 - 

Die Essener Classen Papier KG nutzt Easy-TP:

Software-Tool fördert die Kommunikation

ESSEN (pi) - Weil dem Anwender in der Fachabteilung mehr Komfort an den Bildschirmarbeitsplätzen geboten wurde, entstand eine "fruchtbare Zusammenarbeit" mit der DV-Abteilung. Nicht zuletzt deshalb, weil die nicht mehr alle verfügbare Zeit in Softwarewartung stecken mußte.

Vor rund drei Jahren stand die Firma Classen KG, einer der renommiertesten Papiergroßhändler, vor dem Problem, umfangreiche Änderungen sowie Neuanwendungen unter CICS für das installierte IBM-System 4341 mit 4 MB, 3370 Platten und 40 Bildschirmen, unter dem Betriebssystem DOS/VSE, zu realisieren. Die Personalkapazität war nicht ausreichend, rund 70 Prozent der verfügbaren Zeit für Wartungsarbeiten mußten aufgewendet werden. Die CICS-Kenntnisse einiger Mitarbeiter hatten zu diesem Zeitpunkt noch nicht den erforderlichen Stand für Neuentwicklungen angenommen.

In dieser Situation wurde überlegt, wie die Lücke entweder durch zusätzlichen Personaleinsatz oder durch Zukauf von Software-Werkzeugen in den Griff zu bekommen sei. Zusätzlicher Personalaufwand hatte zu schwer abbaubaren Fixkosten geführt, eine Verschiebung der geplanten Arbeiten war aus Zeitgründen nicht möglich. Aus diesem Grunde wurde der Einsatz von Software-Tools in die Überlegungen einbezogen und ein Kriterienkatalog mit folgendem Inhalt aufgestellt:

- geringstmöglicher CICS-Schulungsaufwand,

- Zeiteinsparung bei der Online-Programmierung und Programmwartung,

- Sicherheit und Unabhängigkeit vom Lizenzgeber dadurch, daß die erstellten Programme ohne Hilfsmittel gewartet werden können = Erzeugung von Source-Codes,

- Cobol,

- Nutzung aller bereits bestehenden Cobol-Copy-Bücher (ohne Änderung),

- Command- und Makro-Level wahlweise möglich,

- keine zusätzliche CPU-Belastung.

Nach Prüfung der am Markt angebotenen Software-Tools wurde eine Probeinstallation des Programmgenerators Easy-TP von der Essener OSP AG beschlossen. Innerhalb der Probezeit wurden vier Mitarbeiter der DV-Abteilung geschult, die anschließend ohne Hilfestellung das erste Online-Programm gemeinsam erarbeiteten. Nach weiteren zwei Wochen wurde der Generator von übernommen.

Nach fast dreijähriger Laufzeit hat die Kosten-/Nutzenanalyse gezeigt, daß die aufgeführten Vorteile tatsächlich realisiert werden konnten und sich dadurch die Investitionskosten bereits im ersten Jahr amortisiert haben. Der Personalbestand mußte trotz weiter gestiegenen Aufgabenvolumens nicht erhöht werden, weil die DV-Abteilung in der Lage ist, neue Projekte und Programmänderungswünsche sowohl von der Unternehmensleitung wie von den Fachabteilungen ohne großen zusätzlichen Aufwand durchzuführen. Besonders wichtig ist den Essenern auch die Kommunikation zwischen Fachabteilung und DV-Abteilung durch den Einsatz des Tools.