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23.01.2007

Software treibt IBM-Zahlen an

Der Konzern schließt 2006 mit soliden Ergebnissen ab.

Die Wallstreet war sich nicht einig, wie sie die jüngsten Zahlen von IBM werten sollte: Zwar kam es nach Vorlage des Berichts zum vierten Quartal am Donnerstag vergangener Woche zu einem Ausverkauf der IBM-Aktie, in den Folgetagen mehrten sich jedoch die positiven Kommentare wieder. IBM hatte mit den Resultaten die Erwartungen der Analysten sowohl beim Umsatz (26,3 Milliarden Dollar) als auch unter dem Strich (3,54 Milliarden Dollar) übertroffen, doch war die Stimmung an den US-Börsen zu dem Zeitpunkt getrübt.

Dass bei einem Schwergewicht wie IBM keine großen Sprünge beim Umsatz zu erwarten sind, ist ohnehin klar. Die Quartalseinnahmen stiegen im Jahresvergleich um sieben Prozent, wobei die unterschiedlichen Geschäftsbereiche große Differenzen offenbarten: Der Dienstleistungsumsatz verbesserte sich im Oktober-Dezember-Abschnitt um sechs Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar, die Hardware-Sparte verbuchte einen Umsatzanstieg von vier Prozent auf 7,2 Milliarden Dollar, und der Software-Umsatz legte um 14 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar zu.

Besonders gut lief es im Abschlussquartal für die Bereiche Software-Infrastruktur und Middleware, etwa mit den Marken Tivoli, Rational, Lotus und Websphere. Hier stiegen die Einnahmen im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar. IBM hat 2006 elf Softwareunternehmen übernommen, darunter Filenet, MRO Software und Webify. Im Service-Sektor wurden von Oktober bis Dezember Verträge im Wert von 17,8 Milliarden Dollar unterzeichnet, etwa 55 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Erstmals seit Jahren stieg auch wieder der Gegenwert der abzuarbeitenden Projekte an, was bei einigen Beobachtern die Hoffnung nährte, die Dienstleistungssparte habe die Talsohle durchschritten.

IBMs Sorgenkind bleibt das Hardwaregeschäft: Zwar entwickelt sich der Bereich solide, verglichen mit den anderen Segmenten fällt die Elektronik jedoch zurück. Server der Familien "System Z" und "System P" konnten laut IBM den Marktanteil ausweiten, während Blades stagnierten. "System-I"-Server verloren Anteile an die Konkurrenz. Die Umsätze in der Mikroelektronik-Sparte fielen um sechs Prozent. Eine Analystin äußerte die Hoffnung, dass sich IBM rasch von diesem Bereich trenne, der in der jüngeren Vergangenheit selten die Erwartungen erfüllen konnte. Bei der finanziellen Prognose für das laufende Jahr orientierte sich der Konzern an den Vorgaben der Analysten. (ajf)