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Bundeadeutsche Anbieter konnten im vergangenen Jahr überdurchschnittlich zulegen:


10.06.1988 - 

Software- und Beratungsmarkt wächst weiter

MÜNCHEN (CW) - Eine Umsatzsteigerung von durchschnittlich 24,8 Prozent verzeichneten die größten bundesdeutschen Software- und Beratungsunternehmen im vergangenen Jahr. Dies ergab eine Erhebung des Redaktionsbüros Lünendonk, Bad Wörishofen. Damit liegt die Wachstumsrate trotz schwcher volkswirtschaftlicher Konjunktur deutlich über den Werten der Jahre 1985 (19 Prozent) und 1986 (20 Prozent).

Nach Berechnungen der Fachgemeinschaft Büro- und Informationstechnik im VDMA stieg das Marktvolumen für Software und Beratung 1987 um 18 Prozent auf rund 18,6 Milliarden Mark. Davon entfallen etwa 4,3 Milliarden Mark auf Programme, die von den Anwendern selbst entwickelt wurden. Nach der VDMA-Statistik bestreiten die Software- und Systemhäuser etwa 8,4 Milliarden Mark des Gesamtvolumens; die restlichen sechs Milliarden Mark teilen die Hardware-Lieferanten unter sich auf.

Nach der Lünendonk-Liste erzielten die 25 größten DV-Beratungs- und Softwareunternehmen 1987 einen Gesamtumsatz von 1,986 Milliarden Mark. Das sind knapp ein Viertel des für diesen Marktsektor vom VDMA errechneten Wertes (8,4 Mrd.). Die übrigen 6,4 Milliarden Mark Umsatz entfallen auf schätzungsweise 2000 bis 3000 kleine und mittlere Softwarehäuser und Beratungsfirmen.

Die Umsatz- und Beschäftigungszahlen der "Top 25" basieren auf Angaben der genannten Unternehmen, die 1987 jeweils mehr als zwei Drittel ihres Umsatzes mit DV-Beratung und Software gemacht haben. Dennoch: Ein Vergleich der Daten ist trotz dieses Auswahlkriteriums nur bedingt möglich. So sind beispielsweise in der Gewinn- und Verlustrechnung von Unternehmen, die vorwiegend Standardsoftware vertreiben, auch ausländische Ümsätze und Lizenzeinnahmen enthalten; Bei anderen Firmen, die stark im Systemgeschäft tätig sind, fließen bis zu 30 Prozent aus Hardware-Verkäufen in die Umsatzzahlen ein.

Spitzenumsatz mit Standard-Software

Darüber hinaus ist die aktuelle Beratungs- und Software-Szene weltweit durch Fusionen und Übernahmen geprägt. So haben einige der 25 aufgelisteten Unternehmen erst in der jüngsten Vergangenheit ihre heutige Größe durch Zusammenschlüsse und Übernahmen erreicht. Dazu zählen die GEI Gesellschaft für elektronische Informationsverarbeitung, Aachen, die DAT-Gruppe, Köln, und CAP Gemini/Sesa in München und Frankfurt.

An der Spitze der Tabelle haben sich mit der Software AG, Darmstadt, und der SAP GmbH, Walldorf, zwei Unternehmen etabliert, die ihre Geschäfte überwiegend mit Standardsoftware machen. In diesem Sektor tätige Unternehmen weisen seit Jahren die größten Wachstumsraten auf und erzielen auch die höchsten Pro-Kopf-Umsätze. Auf Platz drei liegt mit der Hamburger SCS-Gruppe ein Unternehmen, bei dem die Beratung und die Entwicklung von Individualsoftware klar über die Anteile an Standardprogrammen dominiert.

Die rechnerischen Pro-Kopf-Umsätze dieser 25 Unternehmen sind gegenüber 1986 nahezu unverändert, da den kräftigen Zunahmen des Personalbestandes um fast 2000 auf insgesamt 10 000 Mitarbeiter ein prozentual gleicher Umsatzanstieg gegenübersteht. Wenn die einzelnen Pro-Kopf-Umsätze der 25 Unternehmen in der Bandbreite von 140 000 und 377 000 Mark variieren, so läßt dies noch nicht automatisch Schlüsse auf die jeweilige Rentabilität des Unternehmens zu. Hier spielen die je nach Leistungsstruktur sehr unterschiedlichen Kosten pro Mitarbeiter eine gewichtige Rolle.

AU: