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22.05.1987 - 

Bundesdeutsche Anbieter konnten auch letztes Jahr kräftig zulegen:

Software- und Beratungsmarkt wächst weiter

MÜNCHEN (CW) - Eine Wachstumsrate von fast 20 Prozent kennzeichnete 1986 den Markt für Software und DV-Beratung in der Bundesrepublik Deutschland. Dies ergab eine Erhebung des Redaktionsbüros Lünendonk, Warmisried. Die durchschnittliche Umsatzsteigerung bei den Großen der Branche setzte sich somit etwa im gleichen Maße fort wie im Jahr zuvor.

Die 25 Unternehmen an der Spitze der Skala erwirtschafteten 1986 einen Gesamtumsatz von über 1,5 Milliarden Mark, entsprechend einem Plus von 18 Prozent gegenüber 1985. Nach Auskunft der befragten Anbieter entfielen von diesem Gesamtumsatz 20 Prozent auf DV-Beratung, knapp 40 Prozent auf die Erstellung kundenspezifischer Software-Systeme für kommerzielle und technische Anwendungen, 25 Prozent auf den Vertrieb von Standardsoftware-Paketen und 15 Prozent auf Erlöse aus Trainingsleistungen, RZ-Service, DV-Markforschung sowie Management- und Personalberatung.

Eine kontinuierliche Entwicklung kennzeichnet auch den Personalbereich: Die 25 größten Beratungs- und Softwareunternehmen beschäftigten Mitte 1986 knapp 8000 festangestellte Mitarbeiter, also 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Personalbestand stieg somit im gleichen Umfang an wie 1985.

Aus der Liste des Redaktionsbüros Lünendonk, der neben Angaben der einzelnen Unternehmen Daten des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater e.V. (BDU), Bonn, und des Isis-Firmenreports der Münchner Nomina GmbH zugrunde liegen, geht ferner hervor, daß auch 1986 erst drei Anbieter die Umsatzgrenze von jeweils 100 Millionen Mark überschritten haben. Dies sind die Software AG, Darmstadt (zirka 150 Millionen Mark), die Hamburger SCS Scientific Control Systems GmbH (143 Millionen Mark) und die EDV-Studio Ploenzke GmbH, Wiesbaden (106 Millionen Mark). Umsätze von jeweils mehr als 80 Millionen Mark konnten die SAP GmbH, Walldorf, die GEI Gesellschaft für Elektronische Informationsverarbeitung, Aachen, und die ADV/Orga F.A. Meyer AG, Wilhelmshaven, verbuchen.

Neben den in der Liste aufgeführten Beratungs- und Software-Anbietern agieren am bundesdeutschen SW-Markt mehrere tausend weitere Unternehmen und Einzelberater, die insgesamt einen Umsatz von rund 5,5 Milliarden Mark erzielten. Zu ihnen gehören beispielsweise große RZ-Betriebe, die im Rahmen ihrer Dienstleistungspalette Software anbieten; ferner Unternehmensberater, die sich auch im DV-Bereich engagieren sowie auf regionale oder sektorale Märkte spezialisierte kleinere Beratungs- und Softwarefirmen.

Die in der neuen Liste angegebenen Zahlen für 1985 ergeben im Vergleich zum Vorjahr (siehe CW Nr. 29 vom 18. Juli 1986, Seite 6: "Software-Anbieter investierten ins Personal") hin und wieder Abweichungen. Diese Modifikationen in der aktualisierten Aufstellung kommen dadurch zustande, daß mehrere Unternehmen im Laufe des Erhebungszeitraums getätigte Firmenaufkäufe oder Kooperationen beziehungsweise die Aufgabe von Geschäftsbereichen in das Zahlenmaterial einbezogen.