Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.03.1992 - 

Umsatzsteigerung um 40 Prozent

Software Union gehört ganz zur Aachener und Münchener

20.03.1992

BONN (qua) - Die Aachener und Münchener Informatik-Service GmbH, Tochter des gleichnamigen Versicherungskonzerns, hat auch die restlichen zehn Prozent der Software Union GmbH, Troisdorf, übernommen und deren Eigenkapital von zwei auf vier Millionen Mark verdoppelt. Mit der Ende vergangenen Jahres akquirierten SWT GmbH, Bonn, beschäftigt die Informatik-Service GmbH jetzt insgesamt 550 Mitarbeiter, die 1991 rund 120 Millionen Mark umsetzten.

Die Einnahmen der Software Union allein beliefen sich im vergangenen Jahr auf 41 Millionen Mark und lagen damit um zwei Fünftel höher als 1990. Den größten Teil des aktuellen Umsatzes, nämlich 85 Prozent, verdankte das 300 Köpfe zählende Dienstleistungsunternehmen der bislang ungebrochenen Nachfrage nach DV-Beratung. Der Geschäftsbereich Management-Beratung trug zwar im vergangenen Jahr nur acht Prozent zum Umsatz bei, gewinnt aber nach Ansicht der Geschäftsführer Michael Schlindwein und Jost-Herbert Schneider zunehmend an Bedeutung. Aufgrund immer "intelligenter" werdender Werkzeuge verschiebe sich der Kundenbedarf von der eigentlichen Realisierung zur Beratung in deren Vorfeld.

Insofern können die Geschäfte der Ostberliner Geschäftsstelle als zukunftsweisend gelten: Von den 1,5 Millionen Mark, die aus den neuen Bundesländern auf das Konto der Software Union flossen, wurden 1,2 Millionen für Management-Beratung gezahlt. Den mit Hilfe diverser Vertriebspartnerschaften unternommenen Versuch, die Probleme der ostdeutschen Kunden mit Standardsoftware zu lösen, erklärten Schlindwein und Schneider bereits im Mai 1991 für gescheitert. Es sei sinnlos, so die Geschäftsführer, einem Unternehmen Hard- und/oder Software zu verkaufen, dessen künftige Besitzverhältnisse noch im dunkeln lägen.