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05.05.1989 - 

Virus-Hysterie bringt Shareware- Produzenten nicht in Panik:

Software vom "Schwarzen Brett" steril

MENLO PARK (IDG) - Obwohl die Virus-Angst einige Benutzer dazu veranlaßt, ihre Software nur dann noch laufen zu lassen, wenn sie in einem Tresor angeliefert wird, ist der Markt für sogenannte Shareware - Software, bei der normalerweise nur Updates und Hotlines gebührenpflichtig sind - ungebrochen in seinem Höhenflug.

Experten führen den Erfolg auf die Qualität der Programme zurück, die im allgemeinen mit Minikosten eingesetzt werden können.

Von einer hysterischen Reaktion bei dem Wörtchen "Virus" spricht denn auch der Präsident der Association of Shareware Professionals in den USA, Barry Simon. Er habe, so erstaunlich das klingen mag, von noch keinem einzigen Fall gehört, in dem Shareware mit einem Virus infiziert worden sei.

Viele Shareware-Hersteller prosperieren dann auch trotz der Virus-Ängste. Datastorm Technologies beispielsweise, die auch das Kommunikationsprogramm Procomm vertreibt, überschritt letztes Jahr den 1-Millionen-Dollar-Umsatz. Zwar seien einige Einzelanwender vorsichtiger mit dem Laden der Programme von Bulletinboards geworden, Großunternehmen hätten sich jedoch für den Weg entschieden, direkt mit den Shareware-Herstellern zu verhandeln, um so Virusproblematiken von vornherein auszuschalten.

Shareware bietet den Vorteil, daß zuerst mit der Software gearbeitet werden könne, bevor vertragliche Abmachungen zu Buche schlagen. Darüber hinaus sei sie dann sinnvoll, wenn große Programmquantitäten, zum Beispiel bei der Ausstattung von Außendienstlern, angeschafft werden müßten, heißt es von der Shareware- Vereinigung. So fänden einige Programme auch erfolgreich durch die Hintertür Eingang in das Unternehmensgeschehen.