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01.02.1980 - 

Software AG erteilt Tools eine Absage:

Software-Zukunft: Do it yourself

MÜNCHEN (je) - Die direkte Kommunikation des Anwenders mit dem Rechner ist nach Auffassung der Darmstädter Software AG ein zukunftsweisendes Konzept für die Erstellung von Applikationssoftware. Durch die Übertragung von Entwicklungsaufgaben auf den Anwender - so die Überlegung der Darmstädter - kann die Zahl der EDV-Spezialisten relativ klein gehalten und so ein Manpower-Defizit vermieden werden. Lesen Sie den Rück- und Ausblick der Software AG anläßlich der Jahreswende, den die COMPUTERWOCHE im Nachtrag zur Anbieterbefragung in CW Nr. 3 vom 18. Januar veröffentlicht.

Antworten der Software AG, Darmstadt:

Zu 1. Über die vergangenen Jahre konnte die Software AG eine stetige Steigerung des Umsatzes um zirka 25 Prozent pro Jahr erreichen. Diese Entwicklung gilt weltweit wie auch in Deutschland.

Auch im vergangenen Jahr haben wir als unabhängiger Anbieter von Systemsoftware unseren Platz im Markt deutlich behauptet und gefestigt.

Zu 2. Die Erfahrung aus früheren Rezessionen hat uns gezeigt, daß der Bereich der Datenverarbeitung, wohl weil er direkt mit Rationalisierung gekoppelt ist, nur gering von Abschwächungen der Konjunktur beeinflußt wird.

Zu 3. Aus der Exploration der Entwicklung vergangener Jahre erwartet die Software AG eine kontinuierliche Entwicklung auch für das neue Jahr.

Die weitere Ausweitung des Geschäftes wird ermöglicht einmal aufgrund der Tatsache, daß immer mehr Anwender sich zum Einsatz von Standardsoftware gegen Eigenentwicklungen entscheiden und zum anderen durch das erweiterte Produktangebot der Software AG.

Zu 4. Die Software AG betätigt sich im Bereich der Systemsoftware für Datenspeicherung und Datenkommunikation für alle Branchen und Anwendungen.

Mit Adabas wird ein Datenbankverwaltungssystem, das sich in mehr als 450 Installationen bewährt hat, angeboten.

Com-plete bietet in einem System die Funktionen eines TP-Monitors und benutzerfreundliche Funktionen zur Systemkontrolle und interaktiven Programmierung.

Natural, ein System zur interaktiven Datenkommunikation, erlaubt die Implementierung von Anwendungssystemen mit einem Bruchteil des Aufwandes bekannter Programmiersprachen und Programmiersystemen.

Zu 5. Da Software nicht nur beim Anwender, sondern auch beim Softwarehersteller nur durch Einsatz von Spezialisten (mit steigenden Gehaltskosten) erzeugt werden kann, wird auch Standardsoftware im Preis stetig steigen.

Zu 6. Software AG hat sich das Ziel gesetzt, in konsequenter Weiterverfolgung der bisherigen Philosophie dem Anwender Werkzeuge zu liefern, die ihn bei der Implementierung seiner Anwendungssysteme entlasten.

Die Erstellung von Anwendungssystemen soll in direkter Kommunikation mit dem Rechner in einem System und nicht unter Anwendung verschiedenartiger Werkzeuge wie Programmiersprache, Maskengenerator, Job Control, Testsystem etc. möglich sein.

Zu 7. Die Computer-Durchdringung kann nicht durch den Einsatz von Heerscharen von EDV-Spezialisten erreicht werden (Ausbildungs-Engpaß und Kostenexplosion).

Die nächste Generation der Datenverarbeitung muß zu einer Art der Kommunikation mit dem Rechner führen, die es dem Endbenutzer gestattet, einen Großteil seiner Anwendungsprobleme selbst ohne Einsatz von Systemspezialisten zu lösen.

Die Aufgabe der EDV-Spezialisten wird darin bestehen, die Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die dem Endbenutzer ein direktes Arbeiten mit dem Rechner gestatten.