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09.07.2014 - 

Arbeitsmarkt

Softwarehäuser und E-Commerce-Anbieter suchen IT-Profis

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Die Chancen für IT-Experten bleiben glänzend. Vor allem E-Commerce- und Softwarefirmen stellen derzeit ein.

Der IT-Markt in Deutschland boomt weiter. Fast die Hälfte der einschlägigen Anbieter sucht Computerfachleute. Auch für das nächste Quartal sind die Aussichten gut. Zu diesen Ergebnissen kommt der "Antal Global Snapshot", für den das Executive-Recruitment-Unternehmen Antal International weltweit 20.000 Arbeitgeber in 50 Ländern, darunter Deutschland, zu Beschäftigungstrends befragt hat. Besonders positiv entwickelt sich der Arbeitsmarkt im Software-, E-Commerce- und Social-Media-Umfeld, wo 83 Prozent der Firmen Personal suchen.

"Entwickler sind am gefragtesten, und das branchenübergreifend", sagt Tayfun Özen, Senior IT-Consultant bei Antal.
"Entwickler sind am gefragtesten, und das branchenübergreifend", sagt Tayfun Özen, Senior IT-Consultant bei Antal.
Foto: alphaspirit/Fotolia.com

Gefragte Softwareentwickler

"Entwickler sind am gefragtesten, und das branchenübergreifend", sagt Tayfun Özen, Senior IT-Consultant bei Antal. Vor allem Beratungshäuser hätten Bedarf. Die Nachfrage nach Java-Experten sei am größten, aber auch im Sektor Business Intelligence gebe es einen deutlich gestiegenes Interesse. Andreas Dürr, Managing Partner bei Antal in Nürnberg, ergänzt: "Auch den Spezialisten für Cloud Computing, IT-Sicherheit und Big Data bieten sich ausgezeichnete Perspektiven". Etliche Senior-IT-Fachkräfte wechseln in den Vertrieb, um ihre Erfahrungen gewinnbringend zu nutzen. Laut Berater Özen ist der Bedarf viel größer als das Angebot, Kandidaten würden nun auch aus dem Ausland angeheuert. Arbeitgeber müssten Bewerbern ein attraktives Paket anbieten und zudem als Arbeitgeber für sich werben.

Nach wie vor bevorzugen IT-Spezialisten attraktive Großstädte als Arbeitsort, also Frankfurt am Main, Berlin, Stuttgart, Hamburg, Nürnberg, Köln, Düsseldorf und München. Aus Sicht der Personalberater wird auch Wien begehrter. Ebeneso gewinne die Schweiz an Attraktivität. Berlin bleibe die Stadt für Startups.

"Gegenwärtig ähnelt der Markt einem Haifischbecken. Die Unternehmen müssen sich sputen, um ihre Wunschkandidaten für sich zu gewinnen", führt Özen aus. Erschwerend komme hinzu, dass immer weniger Bewerber bereit seien, für einen neuen Job umzuziehen.

Arbeitgeber halten an hohen Ansprüchen fest

Stefan Bringmann, Managing Partner eines deutsch-französischen Antal-Büros, stellt fest, dass die zunehmende Spezialisierung der IT-Profis zu einem Problem wird, wenn es gilt Führungspositionen zu besetzen: "Unter den Mittvierzigern, die jetzt wechseln, finden wir die letzten echten IT-Generalisten. Die Jahr um Jahr fortschreitende Spezialisierung in der IT gefährdet zunehmend eine gute Kommunikation aller Projektbeteiligten." Neben dem reinen Technologie- und Methodenverständnis spiele eine ganzheitliche Sicht mit betriebswirtschaftlichem Know-how, Marktkenntnis und Fremdsprachenkompetenz beispielsweise bei Projektleitern und Business Process Managern eine immer wichtigere Rolle.

"Der Markt ist im Umbruch", stellt der Personalberater fest: Viele Bewerber möchten mit einer "Ich-kann-mich-in-die-Position-hineinarbeiten"-Mentalität den Jobwechsel für ihre Karriere nutzen - ohne alle geforderten Skills mitzubringen. Doch die Arbeitgeber verlangten ein hohes Qualitätsniveau aller Kenntnisse und prüften genau den Mehrwert, den der Kandidat für das Unternehmen bringt. "Aufgrund des Fachkräftemangels ergeben sich aber auch für Kandidaten mit einem eher durchschnittlichen Anforderungsprofil durchaus höhere Chancen als noch vor einem Vierteljahr", beobachtet Bringmann.

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