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03.07.1987 - 

DV-Spezialisten haben im Freistaat gute Chancen:

Softwaremarkt in Bayern expandiert

MÜNCHEN (CW) - Mit jährlichen Umsatzsteigerungen von etwa 20 Prozent rechnen die rund 650 bayerischen Softwareunternehmen. Trotz der guten Perspektiven sind aber Gründungen von SW-Firmen zunehmend auch mit Risiken behaftet. Dies sind Ergebnisse einer Untersuchung, die von der Münchner Atlantic Consultants GmbH im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums durchgeführt wurde.

An der Softwareproduktion in Bayern, deren Wert von den Marktforschern für 1985 auf rund 3? Milliarden Mark oder etwa ein Prozent der Wirtschaftsleistung beziffert wird, sind insgesamt drei Gruppen beteiligt. Stärkste Gruppe der Weichwerker sind mit 41 Prozent die Anwender von Datentechnik, die ihre Programme selbst entwickeln, gefolgt von der Schar der Hardwarehersteller (36 Prozent). Auf die spezialisierten Softwareunternehmen entfällt ein Marktanteil von knapp einem Viertel beziehungsweise ein Umsatz von rund einer Milliarde Mark.

Mit SW-Entwicklung, Beratung, Schulung und Wartung befassen sich in Bayern rund 37 000 Software-Entwickler; davon arbeiten zirka 17 000 bei Anwendern, etwa 11 500 bei Herstellern und zwischen 8000 und 8500 bei reinen Programmschmieden. Nach den Planungen der Unternehmen können in den nächsten Jahren rund 5000 weitere Fachkräfte dieser Sparte eingestellt werden. Hard- und Softwareunternehmen gehen dabei von einer notwendigen Erhöhung der personellen Entwicklungskapazitäten um jeweils zwölf Prozent pro Jahr aus. Bei den nur für den eigenen Bedarf tätigen DV-Anwendern soll die geplante Aufstockung mit sechs Prozent pro Jahr allerdings nur halb so groß ausfallen sie wollen zunehmend auf, extern entwickelte Software zurückgreifen.

Der insgesamt expansive Markt, so ermittelten die Analysten, unterstützt den nach wie vor starken Trend zur Gründung selbständiger Softwarefirmen. Neue Anwendungsgebiete und Zielgruppen stehen dabei im Vordergrund: Dazu gehören vor allem Organisationsberatung, die Entwicklung branchenspezifischer Verfahren sowie von kompletten. Systemen im Büro- und Fertigungsbereich. Den Neugründungen steht derzeit jedoch eine etwa gleich große Zahl von Firmenschließungen solcher Unternehmen gegenüber, die sich der veränderten Nachfragestruktur und den Marktanforderungen offenbar nicht erfolgreich anpassen konnten.