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12.10.1984 - 

Soma und Hama sollen im Multiprozessor-Konzept von PhilipsValvo für Flexibilität sorgen:

Softwaremaschine bildet sich die Hardware ein

12.10.1984

EINDHOVEN (CW) - Ihr DRM-System (Distributed Real Time Multiprocessor) stellten Valvo/Philips jetzt in Eindhoven vor. Damit wollen die beiden Unternehmen System-Entwicklern eine virtuelle Hardware- und Softwareumgebung schaffen, in deren zur Systemintegration durchgeführt werden können, ohne daß die Hardware real vorhanden ist.

Mit diesem Prinzip wollen die Anbieter das Problem umgehen, daß bei der Entwicklung einer Software für ein Zielsystem die Hardwareumgebung in der Regel schon während der Software-Spezifikationsphase festliegen muß. Treten in der Integrationsphase dann Fehler auf, ist davon normalerweise auch die Hardware betroffen, was erhebliche Zusatzkosten nach sich ziehen kann. Diese Kosten lassen sich nach Auffassung der beteiligten Unternehmen reduzieren, wenn die Möglichkeit bestünde, die endgültige Hardware erst während der Integrationsphase festzulegen.

Um dieses Konzept zu realisieren, bauen die Valvo/Philips-Entwickler auf die "Soma" (Software-Machine) und die "Hama" (Hardware-Machine). Die Soma ist dabei ein virtueller Computer, der über sogenannte Mailboxes Nachrichten empfängt, Tasks bearbeitet und die Ergebnisse an andere Somas oder Ausgabemodule sendet. Jeder Task eines Gesamtprozesses kann dabei einer Soma zugeordnet werden, wobei sich weitere Somas hinzufügen lassen.

Eine Hama stellt ein virtuelles Prozessorsystem dar, das aus einer oder mehreren VME-Bus-CPUs bestehen kann, die auf gemeinsame Speicher und Ein-/Ausgabeports zugreifen. Daneben enthalten diese CPU-Karten auch lokale Speicher und Ports. Grundsätzlich gilt:

- Eine Hama kann aus mehreren Prozessoren bestehen.

- Eine Hama kann mehrere Somas enthalten.

- Eine Soma kann mehrere Prozesse bearbeiten.

- Die Verteilung der Somas auf die Hamas ist frei wählbar.

- Die Zielhardware kann derzeit eine VAX-11, das Entwicklungssystem PMDS II oder ein 68000-System sein.

Gegenüber herkömmlichen Betriebssystemen hat das DRM-System dessen Module in der Programmiersprache "C" geschrieben sind, laut Hersteller eine neue Kommunikationsstruktur. Die Kommunikationssoftware liegt danach unmittelbar über der Hardware. Erst in der zweiten Schicht schließt das Betriebssystem an. Alle Somas kommunizieren ausschließlich über des Betriebssystem, alle Hamas können - beispielsweise über V.24-Schnittstellen - direkt Daten austauschen. Dies erhöhe wesentlich die Arbeitsgeschwindigkeit des Gesamtsystems.