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29.11.1996 - 

Input fragte Anwender und Anbieter

Softwareservices in Europa: Support läßt Kassen klingeln

Um jeweils elf Prozent sollen laut Input die Einnahmen aus dem Support für Entwicklungswerkzeuge (1996: 380 Millionen Mark) und Applikationssoftware (1996: zwei Milliarden Mark) steigen. Somit läßt sich mit Applikationssoftware in den kommenden Jahren am meisten verdienen.

Zwar ist die Ausgangsbasis im Produktverkauf mit einem Gesamtvolumen von 15, 2 Milliarden Dollar dieses Jahr genauso hoch wie bei den Betriebssystemen, die Wachstumsrate allerdings liegt bei neun Prozent, im Betriebssystem-Markt sei lediglich mit fünf Prozent zu rechnen.

Beim Applikationssupport erwartet Input einen elfprozentigen Zuwachs, zwei Prozent mehr als bei den Produkterlösen. Das liege daran, daß die Margen für die Applikationssoftware selbst geringer ausfallen werden. Die Anbieter versuchen deshalb, die Gewinnminderung mit Hilfe von teuren oder zusätzlichen Services auszugleichen, heißt es bei Input.

Ein vergleichsweise neuer Markt entstehe rund um PC-Applikationen. Hier würden künftig Lösungen zurechtgeschneidert, die Internet-tauglich sind oder zu speziellen Datenbankinstallationen passen.

Zum Support zählt Andrew Milroy, Autor der Untersuchung "Application Development Tools and Application Software offer greatest Support Opportunities", Leistungen, die vom Hersteller oder Serviceunternehmen getrennt vom Produkt verkauft werden. Dazu gehören Problemlösungen, Fehlerdiagnosen, Helpdesk-, Upgrade- und Installationsservices, Versionskontrollen sowie Einführungskurse.

Anpassungen von Standardsoftware sind unter anderem auch für den überproportional steigenden Verkauf von Entwicklungswerkzeugen und Tool-Dienstleistungen verantwortlich. Bei den Lizenzen verzeichnet Milroy wie bei der Applikationssoftware eine neunprozentige Umsatzsteigerung. Seine Prognose: Im Jahr 2001 sind damit in Europa rund 1,95 Milliarden Dollar zu verdienen. Der Support wird sich laut Milroy auf die Verbesserung von Entwicklungsumgebungen konzentrieren.

Der Softwaresupport für Betriebssysteme werde bis zum Ende dieses Jahres rund 1,6 Milliarden Dollar einbringen. Bis zum Jahr 2001 sei mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von drei Prozent zu rechnen.

Mit Dienstleistungen für relationale Datenbank-Management-Systeme (RDBMS) verdient die Branche in Europa heute rund 590 Millionen Dollar.

Input errechnet ein jährliches Wachstum von sieben Prozent in den kommenden Jahren. Der Verkauf von RDBMS-Lizenzen in Europa brachte den Händlern dieses Jahr allerdings mit 3,3 Milliarden Dollar ein Mehrfaches ein. Darüber hinaus sagt Milroy bis zum Jahr 2001 in der Alten Welt ein jährliches Wachstum von zehn Prozent voraus.

Zugleich werden die Dienstleistungen in diesem Sektor billiger. Zum einen haben die Anbieter große Call-Center eingerichtet, die Anfragen effektiv bearbeiten können. Einige Hersteller haben darüber hinaus ihren Support Fremdfirmen übertragen: Microsoft zum Beispiel verfügt über eine ganze Legion von Partnerunternehmen, die diese Dienstleistung erbringen. SCO lasse den Support hauptsächlich durch Olivetti und ICL Sorbus erledigen, und Sybase habe den First-Level-Support der Firma Sykes übertragen. Außerdem konnten Helpdesk-Services weitgehend automatisiert werden.

Dazu kommt, daß sich das Internet als preisgünstiges Supportmedium nutzen läßt. Schließlich bieten die RDBMS-Hersteller mittlerweile auch kleinere Datenbanken für den Massenmarkt an. Solche Produkte dürfen weder zu kompliziert sein noch zu teuer gewartet werden.