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01.07.1994

Softwaretoechter werden Sunsoft zugeordnet Sun Microsystems nimmt seine kleinen Planeten aus dem Orbit

MOUNTAIN VIEW (IDG) - In aller Stille hat sich die Sun Microsystems Inc. reorganisiert: Die kleineren Softwaremonde des im kalifornischen Mountain View ansaessigen Unix-Anbieters sollen kuenftig um die Systemsoftware-Division Sunsoft Inc. kreisen und so wieder enger an das Muttergestirn ruecken.

Wie die CW-Schwesterpublikation "Computerworld" meldet, hat Sun Microsystems die Reorganisation seiner Unternehmensstruktur bereits in Angriff genommen. Laut Sunsoft-President Ed Zander werden die Geschaeftseinheiten Sunconnect, Sunpro, Sunselect und Sunsolution in die Sunsoft Inc. integriert, die kuenftig mit einer einheitlichen Sales-, Service- und Supportorganisation auftreten soll.

Anlass fuer die Neustrukturierung waren die Klagen von Sun-Kunden, die nicht laenger mit einer verwirrenden Anzahl von Geschaeftseinheiten und Vertriebsmannschaften zu tun haben wollten. Allerdings zweifeln einige, ob die Reorganisation diesen Mangel beheben kann. "Sie werden uns zusichern muessen, dass sie dem Anwender gegenueber ein einheitliches Gesicht zeigen koennen", formuliert Stan Hanks, President der Benutzervereinigung Sun User Group das Anliegen der Anwender. "Die Lizenzierung ist bislang ein Alptraum. Wir muessen quasi selbst herausfinden, wie die ganze interne Sun-Struktur miteinander verbandelt ist."

Grosskunden waren allerdings immer schon besser dran: Ihnen gab Sun einen eigenen Vertriebsbeauftragten an die Seite, der Kollisionen zwischen den Planeten verhindern sollte.

Nach Ansicht der Marktbeobachter hat die Aufspaltung in viele selbstaendige Einheiten das Unternehmen in seinem Bemuehen gehemmt, sich von einem Anbieter technischer Workstations zu einem Spieler im unternehmensweiten DV-Feld zu entwickeln. Bemerkbar gemacht habe sich dieses Manko vor allem im Gefolge der enger werdenden Hardwareprofite. Der Sun-Umsatz in Hoehe von 4,3 Milliarden Dollar geht nach wie vor zu einem grossen Teil auf das Konto des Hardwarevertriebs.

"Die Planeten waren drauf und dran, in eigene Umlaufbahnen einzuschwenken", erlaeutert der Dataquest-Analyst Rikki Kirzner. "Jetzt muessen sie sich wieder erinnern, wo die Sonne ist."