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07.03.1980

Softwareverkäufer - gibt's die?

"Der Bedarf ist vorhanden. Die Produkte zur Deckung des Bedarfs existieren in ausreichender Menge. Nur diejenigen, die beides auch miteinander in Verbindung bringen, die eben gibt es noch nicht. Oder sagen wir einmal, es gibt sie noch nicht in ausreichender Zahl. "

Zu dieser bedauerlichen, kurzfristig sicher kaum änderbaren Feststellung gelangen derzeit mehr und mehr Schweizer Softwarefirmen, allen voran jene, die sich der ausschließlichen Entwicklung beziehungsweise dem Vertrieb von Applikations-Software verschrieben haben. Dies umsomehr, als sie zunehmend erkennen müssen, daß trotz momentan prall gefüllter Auftragsbücher der EDV-technische Manpowerbetrieb zu nicht vielmehr, als zu einer vorübergehend sorglosen Existenz, nach dem Prinzip eines Lebens von der Hand in den Mund, reicht.

In dieser Situation, welche beileibe nicht allein für die Schweiz gilt, sondern vielmehr wahrscheinlich von gesamteuropäischer Gültigkeit ist, scheint es naheliegend, daß man sich vermehrt darin versucht, den seit EDV-Urzeiten bestehenden Wunsch nach mehrfacher Verwendung einmal entwickelter Software durch gezielte Verkaufstätigkeit in die Tat umzusetzen.

Soweit, so gut. Aber wer soll, will oder kann überhaupt Applikations-Software verkaufen? Der Programmierer vielleicht? Gewiß, er hätte zumindest die EDV-technischen Voraussetzungen. Aber zum Verkaufen gehört etwas mehr, und daran dürfte es mangeln. Oder sollte sich der Typ des Hardwareverkäufers im Software-Business versuchen? Aber sicher. Der könnte wenigstens verkaufen. Doch um welchen Preis?

Natürlich gäbe es noch eine Reihe anderer Varianten zu nennen. Aber ob nun ausgerechnet diese den Ansprüchen, welche an einen Softwareverkäufer zu stellen wären, genügen würden, kann bezweifelt werden. Ergo stellen wir fest, daß es gar keine (professionellen) Softwareverkäufer gibt.

Doch was nicht ist, das kann noch werden. Zum Beispiel dann, wenn man sich innerhalb der Softwarebranche gelegentlich auch einmal dazu bekennen, respektive bequemen würde, der Aus- und Weiterbildung den ihr zustehenden Stellenwert beizumessen, und damit einen konstruktiven Beitrag zur Entwicklung des Software-Business einerseits und für die Zukunft der EDV ganz allgemein zu leisten.