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18.04.1986 - 

Bestehende Infrastruktur als wesentlichster Software-Basisbaustein:

Softwerker machen sich stark für mehr Flexibilität

Konzepte zu erarbeiten ist eine klassische Aufgabe der Softwarehäuser. Die Kühn und Weyh Software GmbH, Freiburg, verspricht auf der Basis bestehender Infrastrukturen durchaus flexible Lösungen anbieten zu können. Den "strategischen Schlüsselfaktor", den diese getätigten Investitionen und das in Jahren angesammelte Know-how der Mitarbeiter bedeuten, machen die Freiburger zu ihrem Dreh- und Angelpunkt. Selbstbewußt glauben sie, daß sie als unabhängiges Softwarehaus den Platzvorteil von solchen Herstellern, die Hard- und Software aus einer Hand anbieten durch bessere Lösungen kompensieren können. Hier das im ISDN-Zusammenhang atypische "Konzept" aus dem Schwarzwald.

Bis heute war die Frage, ob man die Textverarbeitung zentral oder dezentral organisiert, eine Grundsatzentscheidung im Unternehmen. Wie sie auch getroffen wurde, man ging immer einen Kompromiß ein. Der Einsatz von mit dem Host verbundenen intelligenten Terminals bietet hier den Weg zu wesentlich verbesserten Lösungen.

Unsere PC-Version von M/Text ist identisch mit der Version auf dem Host, das heißt sie hat bei gleichem Funktionsumfang die gleiche Benutzeroberfläche. Die PC-Version kann zu Daten auf dem Host zugreifen, via Host Dokumente austauschen und wird aus Hostprogrammen aufrufbar sein. Der Übergang zu Arbeitsplatzrechnern kann auf diese Weise nahtlos und bedarfsgerecht erfolgen.

M/Test eignet sich gleichermaßen zur Erstellung von Individualbriefen wie zur Erledigung automatisierter Korrespondenz. Die Hostversion steht an jedem Terminal des Rechners zur Verfügung. Geht man konsequent den Weg hin zum Sachbearbeiter, kann dieser oft 30 bis 50 Prozent des Schriftgutes, das vorher zentral geschrieben wurde, ohne Mehraufwand selbst erstellen.

Das Produkt PC-Version M/Text macht die Grundsatzentscheidung über dezentrale oder zentrale Textverarbeitung überflüssig.

Mit M/Text-Telex und M/Mail wird jeder Arbeitsplatz kommunikationsfähig.

M/Text Grundbaustein

M/Text ist Grundbaustein unserer Serie zum Management der Verwaltungsarbeit. Mit dem Ergänzungsbaustein M/Text-Telex können von jedem Bildschirm aus Telexe über einen (aus postalischen Gründen notwendigen) Telexcomputer verschickt werden. Die Einbindung von Teletex ist mit den Telexcomputern möglich, die technisch teletexfähig sind. Mit unserem Mailboxsystem M/Mail können die eingehenden Telexe direkt auf den Bildschirm des Empfängers geschickt werden. In Hannover haben wir mit einer Schnittstelle von M/Mail zum Mark-3-Netz von General Electric eine weitere weltweite Kommunikationsmöglichkeit vorgestellt.

Mit M/Mail und M/Text zusammen können die Aufgabengebiete der internen Arbeitsplatzorganisation, Terminverfolgung und automatischer Wiedervorlage, Arbeitsplatzablage, Kommunikation und integrierten Textverarbeitung bereits heute im Sinne des Büro 2000 unterstützt werden.

Die nächsten Schritte auf dem Weg zur integrierten Bürokommunikation werden die Erstellung eines Ablage- und Retrievalsystems sowie die Einbindung von Grafik in die Erstellung von Dokumenten sein. Die notwendige Offenheit, in der Zukunft verfügbare Hardware (optische Speicher, Spracheingabe) und Software (Disoss, internationale Netze) sowie internationale Standards (X.400, ISDN) zu unterstützen, ergibt sich zwangsläufig mit steigender Anwenderzahl.

Milliardenbeträge wurden bis heute in die bestehenden EDV-Anwendungen der Unternehmen investiert. Die installierte Hard- und Software, verbunden mit der Erfahrung der Mitarbeiter im Umgang mit diesen Lösungen, hat sich zu einem strategischen Schlüsselfaktor entwickelt. Mit der geeigneten Software gelingt es, dieses Basispotential in die Konzepte zum Büro 2000 zu integrieren. Gute Voraussetzungen für die Entwicklung solcher Softwarepakete finden sich naturgemäß bei unabhängigen Softwarehäusern.

Der Trend zur Komplettbearbeitung eines Vorgangs erfordert Einbindung bestehender EDV-Anwendungen.

In der Vergangenheit hat man in den Verwaltungsbereichen - orientiert an den Erfahrungen der Produktion - arbeitsteilig organisiert. Rationalisierung mit perfekten Lösungen für Einzelfunktionen führten zu isolierten Hilfsdiensten. Die heute verfügbare Hard- und Software erlaubt den Einstieg in vorgangsbezogene Lösungen mit dem Ziel der Komplettbearbeitung eines Vorgangs.

Werkzeuge, die den Sachbearbeiter bei der Erledigung der Verwaltungsarbeit auf diese Weise unterstützen, müssen in der Endstufe Tätigkeiten der Bürokommunikation wie beispielsweise Schreiben, Versenden, Ablegen, Suchen und Wiederfinden sowie externe und interne Kommunikation integriert in die bestehenden Anwendungen erledigen. Dieser Weg macht es zwangsläufig nötig, zumindest mittelfristig die bestehende Hardware in den Unternehmen zu benutzen.

Integrierte Textverarbeitung ist ein erster Schritt zur Bürokommunikation. Das Produkt M/Text ist ein Textverarbeitungssystem, das ein Aufbrechen der traditionell arbeitsteiligen Strukturen ermöglicht. Es unterstützt den Arbeitsplatz des Sachbearbeiters auf folgende Weise:

- M/Text ist in (bestehende) Anwendungen integrierbar, bis hin zu der Möglichkeit, Dokumente vollautomatisch zu erstellen und bei geeignetem Drucker auch maschinell zu unterschreiben.

- Beim Erstellen von Dokumenten ist es möglich, auf alle bereits im Unternehmen vorhandene Daten zuzugreifen und diese im Dokument zu verwenden.

- Die Textbe- und Textverarbeitungsfunktionen erfüllen viele Anforderungen an ein modernes Textsystem. Damit ist auch die Erstellung individuellen Schriftgutes bestens unterstützt.

- Der Leistungsumfang von M/Text ermöglicht dem geübten Anwender, auch anspruchsvolle Textanwendungen selbst zu erstellen ohne zu programmieren.

Eigene Entwicklungssprache entstanden

Aus der Anforderung, eine PC-Version von M/Text zu erstellen, verbunden mit dem Wunsch, nur einen Sourcecode zu pflegen, ist in unserem Hause eine eigene Entwicklungssprache entstanden. Sie ermöglicht, prinzipiell alle Programme hardwareunabhängig zu schreiben und maschinell in die jeweilige Version der gewünschten Zielmaschine zu wandeln. Dieser Weg hat sich bei der Entwicklung unserer PC-Version M/Text so bewährt, daß alle neuen Produkte auf diesem Weg entstehen und immer für alle realisierten Zielmaschinen verfügbar sein werden.

Die Programme laufen beispielsweise auf allen IBM-Großrechnern und Rechnern der gleichen Familie, auf Siemensanlagen und identisch auf den gängigen PCs. Zur Zeit prüfen wir die Markt- und Realisierungsmöglichkeiten für VAX-Rechner und die IBM /36.

Der scheinbare Nachteil, sich auf die Hardware anderer Hersteller einstellen zu müssen, schlägt auf diesem Wege in einen entscheidenden Vorteil um: Auch Unternehmen, die aus guten Gründen gemischte Hardware einsetzen oder bestehende Hardware durch grundsätzlich andere ersetzen wollen, können die gleiche Software einsetzen mit allen Vorteilen für die interne Organisation.