Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.08.2007

Solaris-Allianz nimmt Gestalt an

Was vor zwei Jahren noch undenkbar erschien, nimmt jetzt Gestalt an: Sun und IBM sind übereingekommen, ihre Hard- und Software zu mischen. Der Coup richtet sich eindeutig gegen Hewlett-Packard (HP) und dessen Serverangebot.

Sun-Chef Jonathan Schwartz titulierte die Partnerschaft vergangene Woche als "tektonische Verschiebung der Marktlandschaft". Derzeit liefern sich IBM und HP ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Servermarkt, während Sun und Dell weit abgeschlagen sind.

Konkret wird das Unix-Betriebssystem von Sun, Solaris, künftig auf den x86-Servern "System X" (x-Server x3650, x3755 und x3850) und "BladeCenter" (HS21 und LS41) von IBM laufen. Aber auch die Mainframes "System p" sollen in weiterer Zukunft Treiber für Solaris, allerdings in der Open-Source-Version OpenSolaris, enthalten. IBM kündigte an, man werde zusammen mit Sun Konfigurationen testen und in den kommenden drei Monaten beginnen, spezielle Solaris-Treiber und andere -Tools für seine Systeme anzubieten.

Das Abkommen sieht vor, dass IBM als Wiederverkäufer von Solaris auftritt, Sun aber den Support vornimmt. Beide Unternehmen erklärten, diese Vereinbarung könnte in Zukunft ausgedehnt werden. So betonte Bill Zeitler, verantwortlich für die Serverabteilung, dass es eine Reihe von weiteren Möglichkeiten für beide Unternehmen gebe. Sie reichten vom Applikations-Layer bis hin zur Infrastruktur. Beispielsweise dächten beide Unternehmen daran, Solaris für Abrechnungssysteme von IBM zu erweitern oder Suns Managementsoftware "Directory Server Enterprise Edition" (DSEE) einzubeziehen.

Zur Frage, wie nun Sun mit dem existierenden Partnerabkommen mit HP in Sachen Proliant-Server verfahre, wiegelte Schwartz ab. "Unser Abkommen basiert auf dem Arms-Length-Prinzip." Zu einer - durchaus denkbaren - Liaison Dell und Solaris äußerte sich der Sun-Chef nicht.

Wolfgang Leierseder