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18.12.1992 - 

Bis zu acht Prozessoren

Solbourne-Server spezialisieren sich auf Datenbank-Anwendungen

WIESBADEN (CW) - In den USA hatte die Solbourne Computer Inc. ihre aktuellen Unix-Server der Baureihe "6/700" und "6/900" schon anläßlich der Oracle Users Week und der Unix Expo im September vorgestellt. Nun sollen die Sparc-CPU-Systeme auch in Deutschland über das Hennefer Systemhaus Ractech vertrieben werden.

Auch die neuen Midrange- und Toprechner von Solbourne setzen auf Multiprozessor-Technologie: Im kleineren Modell 6/ 700 lassen sich bis zu vier, im leistungsfähigeren 6/900-System bis zu acht Prozessoren einsetzen. Dabei arbeiten die Novizen mit der. momentan leistungsstärksten Sparc-CPU, dem Supersparc beziehungsweise Viking-Chip von Texas Instruments.

Schon in der Vergangenheit bestückten die Entwickler aus Longmont im US-Bundesstaat Colorado ihre Systeme mit mehreren Prozessoren, so etwa die Serie-5-Modelle ("5/600", "5/800" und "8E/800i"). Zudem arbeitete die Matsushita-Tochter eng mit der Oracle Corp. zusammen. Ergebnis: das Unix-Betriebssystem "OS/MP 4.1A.2", das symmetrisches Multiprocessing (SMP) unterstützt und Datenbankanwendungen - so zumindest die Aussage von Solbourne - um bis zu 50 Prozent beschleunigen würde.

Die für Deutschland jetzt vorgestellten SMP-Rechner sind skalierbar: Das Modell 6/700 weist sieben Backplane-Steckplätze auf, die bis zu vier Prozessoren, maximal 1,28 GB Arbeitsspeicher sowie fünf unabhängige VME-I/O-Kanäle unterstützen.

Die 6/900-Maschinen entwarf Solbourne als Rack-Version. Sie stellen momentan bei den Amerikanern mit Europa-Zentrale im englischen Swindon das Topangebot der Angebotspalette an Unix-Rechnern dar: Über elf Backplane-Steckplätze stehen Anschlußmöglichkeiten für bis zu acht CPUS, 2,3 GB Arbeitsspeicher und fünf VMEI/O-Kanäle zur Verfügung.

Speicher Subsystem Boss für die SMD-Servermaschine

Auf jede Prozessorkarte der Serie-6-Rechner brachten die Solbourne-Entwickler zudem 1 MB statischen sowie 16 MB dynamischen RAM-Cache auf.

Bereits früher präsentierte Solbourne für die beiden SMP Systeme das Speicher-Subsystem "Boss" (vgl. CW Nr. 37 vom 11. September 1992, Seite 26:

"Disk-Subsystem speziell..."). Dieses arbeitet mit einem dualen SCSI-II-VME-Controller, wobei es nach Mitteilung des Unternehmens dank eines entsprechenden Treibers möglich ist, mit mehreren Prozessoren gleichzeitig auf das Subsystem zuzugreifen.

Nicht uninteressant dürfte auch ein Storage-Technology-Angebot sein: Das Kassetten Subsystem "4781/4780" bietet nicht nur eine Datentransferrate von 5 MB/s. Über den SCSI Anschluß können unterschiedliche Rechner etwa von Sun, Pyramid oder von Ncube an das Datensilo angebunden werden, das so als zentraler Speicher in heterogenen Rechnerumgebungen fungieren kann.

Die beiden neuen 6/700- und 6/900-Rechner nutzen nach Unternehmensangaben die Application Optimized Architecture, (AOA), die Solbourne erstmals zur Verfügung stellt. AOA soll Anwendern helfen, sowohl die Hardware als auch das SMP-Betriebssystem für bestimmte kundenspezifisch ausgelegte Applikationen zu optimieren. Teil von AOA ist aber auch das Konzept spezifischer Kundenunterstützung, was nicht zuletzt durch ein Netz von Partnerschaften mit Entwicklern von Anwendungssoftware gewährleistet sein soll.

Neben der ersten AOA-Anwendung "Oracle Financials", die sich auf das Datenbanksystem der Oracle Corp. stützt, sei in Zukunft auch an weitere Finanzapplikationen auf Basis der Datenbankprodukte von lnformix, Ingres sowie Sybase gedacht.