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30.03.2001 - 

Blick an die Nyse

Solectron: Unprofitables Wachstum

30.03.2001
Markus Lindermayr*

Kürzlich gab Solectron bekannt, 8200 seiner weltweit 79 000 Mitarbeiter zu entlassen. Damit ist der Abschwung auch bei den Auftragsfertigern angekommen, obwohl vielfach hingewiesen wurde, dass die Stagnation zur Kostensenkung bei den IT- und TK-Firmen und somit zu mehr Outsourcing führen würde.

Solectron ist global der größte Auftragsfertiger der Hightech-Branche. Unternehmen wie Sony, Nortel, Cisco, Dell, Motorola etc. lagern zunehmend die Produktion an die "contract manufacturer" aus. Lange wurden deshalb Companies wie Solectron als heimliche Gewinner des Booms betrachtet. Durch Kapitalerhöhungen und Fremdverschuldung wurde den Kontraktfirmen der Kauf von immer mehr Fabriken ermöglicht, dies führte zu starkem Umsatzwachstum, was wieder die Kapitalgeber bei Laune hielt. Natürlich hat die Sache auch einen Haken; sonst würden Motorola & Co. die Produktion nicht aus-lagern.

Neben der Produktion an billigen Standorten ist die Fertigung von Platinen respektive so genannten Embedded Systems eine sehr kapitalintensive Produktion, deren Rentabilität sehr stark unter Auftragsschwankungen leidet. Bisher konnte die Branche mit Umsatzrenditen von drei bis fünf Prozent eine Kapitalrendite von acht Prozent erzielen.

Bei hohem Wachstum ignorierten die Anleger aber in der Regel den finanzmathematischen Grundsatz, dass Umsatzwachstum nur zusätzlichen Shareholder value schafft, wenn die Kapitalrendite über der geforderten Verzinsung des Kapitalmarktes liegt. Bei den "Contractern" ist dies zuletzt aber definitiv nicht der Fall gewesen. Somit ist Solectron trotz Kursrutsch mit einem KGV von 18,5 immer noch kein Kauf.

*Stephan Hornung und Markus Lindermayr sind Analysten der CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.