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28.01.1977 - 

130 Mannjahre, 33 Prozent Einsparungen:

Solide BASIS für Coca Cola-Abfüller

OSNABRÜCK - "Das Ding funktioniert", berichtete Harald Hammerich, Geschäftsführer des Coca Cola-Abfüllbetriebes Heydt in Osnabrück, vor zahlreichen Stadthonoratioren, Coca-Cola-Managern und der EDV-Fachpresse. Mit "Ding" meint er das integrierte Programmsystem "Bottlers Accounting und Sales Information System" (BASIS), entwickelt in Teamarbeit von 35 Mitarbeitern aus 14 Nationen, die das Paket mit einem Arbeitsaufwand von 130 Mannjahren speziell für die weltweit 1700 Coca Cola-Abfüllbetriebe konzipiert haben. Die mittlerweile 50. BASIS-Implementation bei der Firma Heydt in Osnabrück verlief angeblich problemlos: Das Spezialisten-Team der Coca Cola-Zentrale in Essen und die vierköpfige Heydtsche EDV-Mannschaft konnten das System nach mehrmonatiger sorgfältiger Vorbereitung "in wenigen Wochen reibungslos zum Laufen bringen". Ende 1977 soll BASIS bei 83 Konzessionären in 13 Ländern installiert sein. Hans Stahel, Leiter des Wiener-Entwicklungsteams und "BASIS-Ziehvater", hat guten Grund, die weitere BASIS-Verbreitung optimistisch zu sehen: "Ein erfolgreiches System geht um die Welt", verkündete er den Zuhörern bei der Präsentation in Osnabrück.

300 Programme für 30 Anwendungen

BASIS besteht aus 300 in RPG II geschriebenen Einzelprogrammen und mehreren Assembler-Routinen. Durch diese "aus Performance-Gründen notwendigen Unterroutinen", so der Cola-EDV-Chef Siegfried Rhein, "läuft BASIS ausschließlich auf den IBM-Systemen /3, Modell 8 und /32.

30 unterschiedliche Anwendungsbereiche liefern die Daten für den engeren Bereich der Verkaufsabrechnung und Berichte über Marketing, Produktion und Lagerhaltung. Wichtige Informationen für die Geschäftsleitung ergeben sich zum Beispiel aus dem Aufgabengebiet "Touren-Organisation": Management-Zahlen über Tourenplanung und -umstellung, Analyse von geplanten gegenüber tatsächlichen Fahrten und deren Verkaufsergebnisse unterstützen eine effiziente Absatzplanung.

Bindeglied zur Zentrale

BASIS ist zwar in erster Linie ein Abrechnungs- und Verkaufs-Informationssystem für Coca Cola-Konzessionäre, liefert aber über die integrierte "Verkaufsdatenbank" Absatzzahlen an die zentralen Informationssysteme MARS (Market Report System) und ZA (Zentrale Abrechnung) an die Coca Cola-Hauptverwaltung in Essen und fungiert somit als Bindeglied zwischen zentraler und dezentraler DV innerhalb der Gesamtorganisation.

Für kleinere Abfüllbetriebe und Außenlager gibt es noch die Kleincomputer-Version "TELEBASIS": Über die IBM-Erfassungsstation 3741/3 werden auf einer Diskette die Zahlen der Vorfakturierung, Verkaufsabrechnung, Tagesverkaufsaufstellung sowie die Lagerbestandskontrolle gespeichert und zur Verarbeitung ins Essener Rechenzentrum gegeben, wo die periodischen Arbeiten wie Sammelrechnung oder Provisionsabrechnung durchgeführt werden.

Einsparung von 33 Prozent

Durch den Einsatz von BASIS sollen die Cola-Konzessionäre 33-Prozent ihrer DV-Kosten einsparen können. Die reinen Hardwarekosten für einen Abfüllbetrieb - bei einer Kalkulationsbasis von etwa 6000 zu beliefernden Verkaufsstellen - betragen bei Einsatz eines IBM-Systems /3 Modell 8 (32 K, 4,8-Mio-Platte, 12 000-Zeichen-Drucker) monatlich 8892 Mark.

Harald Hammerich bezahlt weit weniger: Er teilt sich die Mietkosten für ein gemeinsam genutztes System /3 mit dem Cola-Abfüller in Bielefeld.