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04.04.2003 - 

Das Schlimmste soll überstanden sein

Sondereffekte färben Cenits Ergebnis rot

04.04.2003
STUTTGART (CW) - Für die Cenit Systemhaus AG war das vergangene Jahr von Restrukturierungen in einem schwierigen Marktumfeld geprägt. Vor allem die ausländischen Tochtergesellschaften des Unternehmens kamen auf den Prüfstand.

Der Umsatz des Konzerns verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent auf 94 Millionen Euro. Den Rückgang begründete Vorstandssprecher Hubertus Matthey mit der bereits 2001 erfolgten Abtrennung der Auslandstöchter in Nordamerika und England. Zudem führte die Konzentration auf das Beratungsgeschäft zu Einbußen im Hard- und Softwarebereich. Auch auf der Ergebnisseite musste Cenit nochmal kräftig Federn lassen. Einmalige Effekte - im Wesentlichen Abschreibungen auf die Beteiligung an der französischen Spring Technologies - sorgten für einen Jahresverlust von 8,9 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch ein Defizit von 18,7 Millionen Euro ausgewiesen. Da sich auch für die nächste Zeit keine Verbesserung in Frankreich abzeichnet, wird Cenit die Tochtergesellschaft an das dortige Management verkaufen, berichtete Matthey. Eine Absichtserklärung sei bereits unterzeichnet, wahrscheinlich Ende April werde die Transaktion abgeschlossen.

Doch es gab auch gute Nachrichten, denn beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schaffte Cenit mit 2,3 Millionen Euro den Turnaround nach einem Minus von 2,9 Millionen Euro im Vorjahr. Dennoch blieb laut Mattheys vor allem das Geschäft mit Workflow- und Dokumenten-Management-Systemen hinter den Erwartungen zurück. Hier hofft Matthey auf positive Effekte durch die Insolvenzen der Konkurrenten SER und Ceyoniq. Erste Kunden dieser Anbieter, darunter Tengelmann und der Volkswohlbund, seien bereits zu Cenit gewechselt.

Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich Matthey verhalten optimistisch. Ziel ist die Steigerung des Ertrags. Dazu sollen vor allem das Geschäftsfeld "E-Engineering" sowie die Outsourcing-Leistungen beitragen. "Diese Bereiche sind hochprofitabel", so der Manager, "die Margen liegen im zweistelligen Bereich." Was den Umsatz betrifft, wäre er bereits zufrieden, wenn sich das Niveau des Vorjahres halten ließe. Das Frankreich-Geschäft herausgerechnet müsste Cenit demnach Einnahmen von rund 75 Millionen Euro erwirtschaften. (rs)