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15.01.1988

Sonntags-Alternative: Beten oder Arbeiten

BAMBERG (lo) - "Wer am Sonntag nicht betete, soll arbeiten" - mit diesem eigenwilligen Beitrag zur Diskussion um flexible Arbeitszeit rückte Bambergs Erzbischof Elmar Maria Kredel dem bisher in den meisten Fällen noch freien Wochenende zu Leibe.

Doch der Broterwerb am Tag des Herrn stößt nicht nur praktizierenden Christen sauer auf. Für die meisten Bürger ist der Sonntag auch ohne Kirchgang ein Tag der Ruhe, Besinnung und Entspannung nach einer harten Arbeitswoche. Über den allzu zackigen Ton des Bamberger Erzbischofs, der seit 1987 zugleich als Militärbischof amtiert, empört sich Bayerns DGB-Vorsitzender Jakob Deffner: "Wir wollen unter allen Umständen das arbeitsfreie Wochenende aus sozial- und familienpolitischen Gründen erhalten. Dazu wagen wir auch eine Konfrontation mit der Kirche."

Im Streit zwischen Himmel und Erde um flexible Arbeitszeit zeigen sich auch in der DV-Branche seit einiger Zeit handfeste irdische Tatsachen. In der Chip-Fertigung etwa ist die Wochenendschicht bereits eingeführt. (Siehe auch Seite 34.)