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20.04.2001 - 

Bandlaufwerke: Nicht nur DLT und LTO

Sony bietet Umstieg auf das AIT-Format

MÜNCHEN (CW) - Außer den Protagonisten der neuen Bandlaufwerkstechnik Linear Tape Open (LTO) versucht auch Sony mit seinem Format "Advanced Intelligent Tape" (AIT) dem Marktführer Quantum stärkere Konkurrenz zu machen.

Sony Computer & Components Europe bietet eine Reihe von Backup- und Archivierungslösungen auf AIT-Basis an. Zielgruppe sind die Benutzer von DDS- und DLT-Laufwerken. Das AIT-Format kam bereits 1996 auf den Markt. Die erste Laufwerksfamilie AIT-1 wartete mit einer Kapazität von 35 GB (native) pro Cartridge auf. Die Transferrate liegt bei 3 MB/s und mit Datenkompression bei knapp 8 MB/s. 1999 stellte Sony die zweite AIT-Generation vor. AIT-2 speichert 50 GB auf die Kassette und überträgt die Daten doppelt so schnell als der Vorläufer. Für das zweite Quartal 2001 ist die dritte Version geplant, die mit Leistungswerten von 100 GB je Cartridge und einer Transferrate von 12 MB/s aufwarten soll. Damit kämen AIT-3-Laufwerke etwa an die Spezifikationen der Mitbewerber aus dem LTO- und Super-DLT-Lager heran.

Für Kunden, die derzeit Laufwerke mit den Formaten Digital Data Storage (DDS) und Quantums Digital Linear Tape (DLT) einsetzen, bietet Sony nun Umsteige-Kits an. Kernstück ist die Software "Tape Copy" von Novastor, mit der sich die Daten von DDS- und DLT-Bändern auf AIT-Cartridges kopieren lassen. Tape Copy soll Bänder der gängigsten Backup-Programme für die meisten Betriebssysteme - inlusive Mainframe-OS - lesen können.

Obwohl sich Seagate zugunsten der LTO-Initiative aus der Weiterentwicklung des AIT-Formats zurückgezogen hat, erfreut sich die Sony-Lösung einiger Beliebtheit. Beispielsweise berichtet Fred Rybczynski vom Bandbibliothek-Hersteller Adic, dass derzeit 40 Prozent aller in den Adic-Libraries eingesetzten Laufwerke mit dem AIT-Format arbeiten. Sony selbst hat kürzlich zusammen mit Compaq und Hewlett-Packard (HP) eine Standardisierungsgruppe gegründet, die die Spezifikationen weiterentwickeln, aber auch anderen Unternehmen zugänglich machen will. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch die LTO-Gruppe, zu deren Gründern neben Seagate und IBM auch HP zählt. Selbst Marktführer Quantum liebäugelt scheinbar mit AIT, zumindest für den Einstiegsbereich. Quantum übernahm Anfang des Jahres den britischen Library-Hersteller M4. Angeblich soll das AIT-Geschäft von M4 der Grund für den Kauf gewesen sein.