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Markt für Handhelds weiter umkämpft

Sony nimmt Palm-OS in Lizenz - Microsoft schnürt CE-Paket

26.11.1999
MÜNCHEN (CW) - Eine neue Runde beim Kampf um das vorherrschende Betriebssystem für Palm-Rechner wurde jetzt eingeläutet. 3Com hat mit Sony einen potenten Partner aus der Konsumgüterindustrie gefunden, während Microsoft an einem Komplettpaket strickt.

Die handtellergroßen PCs geraten zunehmend ins Interesse der Hersteller. Streitpunkt ist insbesondere das Betriebssystem: Microsofts Windows CE versus Palm-OS von 3Com.

Die 3Com-Tochter Palm Computing Inc. hat Sony als Lizenznehmer für das Palm-OS gewinnen können. Zudem wollen beide Firmen auf breiter Front zusammenarbeiten und auch zukünftige Versionen des Betriebssystems gemeinsam entwickeln. Ziel der Kooperation ist die "Erweiterung der Möglichkeiten der Palm-Computing-Plattform" sowie die Entwicklung einer neuen Generation elektronischer Consumer-Produkte mit "audio-visueller Funktionalität".

Sony plant nach eigenen Angaben eine vollständig neue Produktlinie von Handheld-Geräten für die privaten Haushalte, die über die Funktionalität eines Organiziers hinausgehen und mobile, drahtlose und Telekommunikationstechniken beinhalten. Neben dem Palm-Betriebssystem wollen die Japaner auch die hauseigene Speichertechnik "Memory-Stick" einsetzen, die bereits für die digitalen Kameras genutzt wird. Memory Sticks sind Flash-Speicherkarten, die in etwa die Ausmaße eines Kaugummis haben. Die Unterstützung dieser Speicher soll auch in den zukünftigen Versionen des Palm-OS eingebaut werden.

Microsoft setzt bei Handheld-Computern auf Windows CE und will dafür auch eine Hardwareplattform schaffen. "Web Companion" nennt sich der Tragbare, der Mitte nächsten Jahres auf den Markt kommen soll. Als Hersteller haben sich unter anderem Acer, Philips und Thomson bekannt. Die Hardware soll bereits so vorkonfiguriert sein, daß lediglich Strom- und Telefonkabel eingestöpselt werden müssen. Sofort könne der Benutzer dann auf die MSN-Site und andere Web-Dienste von Microsoft zugreifen, erklärte Bill Gates auf der "Comdex". Von der Initiative erhofft sich Microsoft, die Vormachtstellung des Plam-OS, die derzeit rund 75 Prozent des Marktes ausmacht, zurückzudrängen.

Der "Netzbegleiter" soll in den USA ab 200 Dollar kosten. Erst kürzlich hat die Gates-Company ein Abkommen mit der US-Handelskette Radio Shack geschlossen, die wohl die Geräte anbieten wird.