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15.01.2007

Sophos übernimmt NAC-Anbieter Endforce

Mit dem Zukauf holt sich der Antivirenanbieter eine Lösung für die Netzzugangskontrolle ins Haus.

Sophos hat Endforce, einen Anbieter von Firmenlösungen für "Endpoint Security Policy Compliance" und NAC (Network Access Control), übernommen. Das in Privatbesitz befindliche Softwareunternehmen mit Sitz in Columbus, Ohio, bietet mit "Endforce Enterprise NAC" eine Stand-alone-Lösung für die Netzzugangskontrolle in Umgebungen ab 10000 Anwendern.

Mit der Akquisition will Sophos das hauseigene Produktportfolio an Mail-, Web- und Desktop-Lösungen weiter in Richtung "Security & Control" ausbauen. Ziel sei es, Unternehmen die vollständige Sicherheit und Kontrolle über ihr Netz zu ermöglichen. "Die Endforce-Lösung passt gut in unser Konzept, weil deren Integration keinerlei Veränderungen am Netz erfordert", erklärt Pino von Kienlin, Geschäftsführer der Sophos GmbH, den Schritt.

Das zugekaufte NAC-System wird zum einen in einer erweiterten Version 3.0 als netz- und anbieterunabhängige Einzellösung unter dem Markennamen Sophos auf den Markt kommen und in Deutschland voraussichtlich im April verfügbar sein. Darüber hinaus soll Endforce NAC auch in Sophos’ eigene Endpoint-Security-Lösungen einfließen: Laut Kienlin werden Teilfunktionen bereits mit der für Juli geplanten Version 7 von Sophos Antivirus Enterprise Solutions in die Management-Konsole des Anbieters eingebunden. Im Frühjahr 2008 soll die Produktintegration dann komplett abgeschlossen sein.

Den bisherigen Endforce-Standort in Ohio will Sophos erhalten. Nach Angaben von Kienlin wird dieser künftig als Entwicklungszentrum speziell für NAC-Lösungen fungieren. Auch die 60 Mitarbeiter von Endforce sollen in die Sophos-Belegschaft integriert werden. (kf)