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03.06.1988 - 

Durch Aufkauf der Service-Töchter von Bell Canada:

Sorbus versucht Blitzstart in Europa

MÜNCHEN (qua) - Die Düsseldorfer Dataway GmbH existiert nicht mehr - jedenfalls nicht unter ihrem alten Namen. Im Februar wechselte das rheinische Third-Party-Maintenance-Unternehmen den Besitzer; jetzt änderte es auch das Firmenlogo. Künftig firmiert die frischgebackene Bell-Atlantic-Tochter unter der Bezeichnung Sorbus GmbH.

Darüber, ob es sinnvoll sei, den Namen eines bereits etablierten Unternehmens zu ändern, kann man geteilter Meinung sein. Dazu John von Simson, Geschaftsführer der Sorbus GmbH: "Das ist tatsächlich ein Problem; aber irgendwann muß es schließlich sein - und dann schon besser jetzt als später". Andernfalls entstehe der gleiche Effekt wie beim Abreißen eines Wundpflasters: Je langsamer, desto schmerzhafter.

Der Name "Sorbus" könnte in doppelter Hinsicht für Verwirrung sorgen; hinter dieser Bezeichnung verbarg sich ursprünglich die MAI-Service-Division, die 1985 von Bell Atlantic geschluckt wurde. Mit der Akquisition einer Reihe von eingeführten europäischen Dienstleistungsunternehmen - darunter auch Dataway - begründete das US-Unternehmen im Februar dieses Jahres seine TPM-Marktpräsenz in Europa. Die Sorbus Europe Ltd. mit Sitz in Hampton bei London soll vor allem als Holding fungieren sowie die europäischen Unternehmensaktivitäten und die Kommunikation mit den USA koordinieren.

Dataway wurde 1981 von dem Anfang des laufenden Jahres ausgeschiedenen, zuletzt als geschäftsführender Gesellschafter tätigen Klaus Weber gegründet. Im Dezember 1986 übernahm die Bell Canada den Düsseldorfer TPMer, den sie nur wenig mehr als ein Jahr später - zusammen mit all ihren ausnahmslos in Europa ansässigen Service-Töchtern - wiederum an die Bell-Atlantic-Tochter Sorbus Inc. veräußerte.

Die Entwicklung des europäischen TPM-Marktes sieht Deutschland-Geschäftsführer von Simson äußerst opftimistisch: Sein Unternehmen habe für die kommenden zwölf Monate eine Umsatzsteigerung von 43 Prozent eingeplant. Die deutschen Anwender hätten nämlich zwei bis drei Jahre lang die Third-Party-Maintenance-Aktivitäten abwartend beobachtet und seien jetzt bereit, ihre Zurückhaltung aufzugeben.