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18.09.2015 - 

Systemhäuser im Jahr 2015

Sorgen und Lösungsansätze

Matthias Zacher ist Senior Consultant bei IDC.
Zum 17. Mal in Folge hat ChannelPartner die Systemhäuser, ISVs, Systemintegratoren und Service Provider in Deutschland befragt. Ziel war es, die Stimmung, die wirtschaftliche Lage, die Sorgen und Pläne der IT-Dienstleister zu ermitteln.

In der Umfrage, die vom 13. April bis 15. Juni 2015 stattfand, ging es auch um die Einschätzung zu Trendthemen und Budgetentwicklungen bei den Kunden. Im ersten Teil der Auswertung stellen wir Ihnen die aktuellen Sorgen der Systemhäuser und Lösungsansätze vor.

Nachdenken: Jedes Jahr müssen Systemhäuser zahlreiche Herausforderungen meistern. Der Fachkräftemangel ist dabei nach wie vor die größte Hürde.
Nachdenken: Jedes Jahr müssen Systemhäuser zahlreiche Herausforderungen meistern. Der Fachkräftemangel ist dabei nach wie vor die größte Hürde.
Foto: ArtmannWitte - Fotolia.com

Mit der Qualität und Motivation der Mitarbeiter steht und fällt das Geschäft vieler Systemhäuser. Das ist neben der guten Konjunktur der Hauptgrund für die permanente Suche nach neuem Personal. Gut drei Viertel der Anbieter (77 Prozent) wollen in diesem Jahr weitere Mitarbeiter einstellen. Das ist ein ähnlich hoher Wert wie im vergangenen Jahr.

Ähnlich hoch wie 2014 sind allerdings auch die Bedenken, ob es gelingen wird, für die offenen Stellen genug qualifizierte Bewerber zu finden. Die Zielrichtung ist mehr als klar. Der Personalzuwachs soll zu nahezu 100 Prozent durch Neueinstellungen erfolgen.

Wie plant Ihr Unternehmen im Jahr 2015 im Bereich Personal?

  • 77 %: Belegschaft wird wachsen

  • 22 %: keine quantitativen Veränderungen

  • 1 %: Belegschaft wird schrumpfen

Quelle: ChannelPartner/IDC

Wie auch in den vergangenen Jahren gilt es für die Systemhäuser, zahlreiche Herausforderungen zu meistern. Neben dem Fachkräftemangels (65 Prozent) – die deutlich dominierende Hürde – treiben die Systemhäuser noch andere Sorgen um.

Wettbewerbsdruck steigt

Zum einen verspüren die Unternehmen (34 Prozent) einen zunehmenden Wettbewerbsdruck. Die Konkurrenz kommt dabei nicht nur aus der Branche selbst. Das Direktgeschäft der Hersteller (29 Prozent) in angestammten Segmenten macht ihnen ebenso zu schaffen wie die Abwanderung von Kunden zu Cloud-Angeboten, die die Hersteller ebenfalls direkt vermarkten (22 Prozent).

Was bereitet Ihrem Unternehmen derzeit die größten Sorgen?

  • 65 %: Fachkräftemangel

  • 34 %: zunehmender Wettbewerbsdruck

  • 29 %: Direktgeschäft der Hersteller

  • 28 %: schlechte Marge / schlechte Ertragslage / hohe Kosten

  • 25 %: Umbau unseres Geschäftsmodells in Richtung Cloud

  • 22 %: Abwanderung von Kunden zu Cloud-Angeboten, die die Hersteller direkt vermarkten

  • 13 %: fehlendes Projektgeschäft

  • 10 %: Auftragslage / Investitionsklima

  • 8 %: Liquidität / Finanzierung

  • 6 %: andere Problemfelder

Quelle: ChannelPartner/IDC, Mehrfachnennungen möglich

Daraus resultiert fehlendes Projektgeschäft und eine schlechte Auftragslage. Einige Systemhäuser verspüren einen immer größeren Druck auf die angestammten Geschäftsfelder. Sie leiden unter Preisdumping und Preisverfall und der zunehmende Komplexität der Lösungen bei den Kunden, den schnelleren Innovationszyklen bei Technologien und in den sich wandelnden Geschäftsmodellen der Kunden.

Neben Managed Services - einer Art Heilversprechen für mehr Umsatz – werden immer mehr Systemhäuser ihr Geschäftsmodell in Richtung Cloud Computing umbauen. Das Potenzial in diesem Segment ist in der Tat sehr groß. Aber auch hier gilt wie in anderen Geschäftsfeldern: Wer sich frühzeitig im Markt positioniert hat und wer attraktive Angebote hat, wird erfolgreich sein.

Unter den genannten Prämissen ist auch der eklatante Fachkräftemangel zu verstehen. Es geht nicht allein um fehlende qualifizierte Bewerber. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, für aktuelle und künftige Geschäftsziele die Lösungsangebote und das Personal in Übereinstimmung zu bringen. (rb)

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