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16.11.1990 - 

Ein Rechner für viele Umgebungen

Sparcstations emulieren PCs und nutzen DOS-Anwendungen

SUNNYVALE (pi) - Mit der Emulationssoftware "Soft-PC" stehen Benutzern der Sparcstation von Sun Microsystems über 50 000 DOS-Anwendungen zur Verfügung.

Die von der Insignia Solutions Inc. aus Sunnyvale, Kalifornien, entwickelte Verbindung für die DOS-PC- und Sparc-Welten läuft unter "Sun-OS". Sparcstation-User benötigen für den Einstieg in DOS-Gefilde nach Unternehmensangaben keine zusätzliche Hardware.

Ein Vorteil der Architekturvermischung ist laut Martin Ward, Direktor für den Bereich European Sales bei der Insignia Solutions, daß Anwender mit Soft-PC, nicht mehr von Workstation zu Workstation wandern müssen, um unterschiedliche Anwendungen zu nutzen: "Die Emulation Soft-PC stellt sofort fest, wenn auf der Sparcstation keine PC-Anwendung in Benutzung ist". Ressourcen der Host-Workstation würden deshalb nicht unnütz verbraucht.

Mittels des Dateiverwaltungs-Prinzips der Emulationssoftware ist ein einfacher Zugriff auf die Dateien von Sun-OS möglich. Ebenso seien Unix-Verzeichnisse der Host-Maschine in der DOS-Umgebung darstellbar.

Soft-PC arbeitet mit der Window-Technik. Während im Hintergrund Sun-OS-Anwendungen ablaufen, hat der Anwender die Möglichkeit, in einem eigenen Fenster in gewohnter Weise DOS-Befehle einzugeben und DOS-basierte Programme zu nutzen. Prinzipiell lassen sich in verschiedenen Fenstern mehrere Applikationen gleichzeitig bearbeiten.

Die Insignia-Software beinhaltet ein lBM-kompatibles EGA-Bios, das heißt, daß Soft-PC ein Superset der CGA-Modi sowie ein solches für die Funktionen dieser Schnittstelle besitzt. Auf diese Weise können Anwender alle Grafikmodi, Auflösungen und sonstigen Charakteristika des IBM-EGA-, CGA- und Colour-Display-Standards nutzen. Sowohl auf den Farb- als auch den Schwarzweiß-Monitoren von Sun werden die EGA-, CGA- und Herkules-Schnittstellen unterstützt.

Soft-PC emuliert die Hardware-Umgebung eines AT-Rechners, also eines 286-Prozessors sowie dessen 287-Coprozessor, und andere Hardwarekomponenten wie Interrupts und programmierbare Kontroller. Das Unternehmen sichert deshalb auch vollständige Kompatibilität für alle DOS-Anwendungen zu.

Der LIM-Standard für Expanded memory wird ebenso wie Sunview und Open Windows unterstützt. Zudem kann Soft-PC auf vom DOS-Betriebssystem angesprochene Festplattenlaufwerke zugreifen.