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15.07.1983 - 

Elektronische Überweisungen sollen Schecks ablösen

Sparen: Nur wenn alle mitmachen

PITTSBURG (VWD) - In den USA wird die Schuld für Zahlungsverzögerungen gerne der Post in die Schuhe geschoben. Dies soll jedoch bald nicht mehr möglich sein, wenn statt per Scheck die Gelder künftig elektronisch von Konto zu Konto bewegt werden.

Einige Großunternehmen haben bereits Vorbereitungen für die Einführung des elektronischen Banking getroffen. Unter den ersten befinden sich Exxon, Sears und Westinghouse. Bis sich das System allerdings durchsetzt, werden nach Meinung von Beobachtern noch Jahre vergehen. Denn den ersten Unternehmen, die elektronisch ihre Zahlungen leisten wollen, könnte es so gehen, wie den ersten Besitzern von Telefonen: Es gibt nicht viele, die sie anwählen können.

Mittel- und langfristig jedoch, erhoffen sich die Unternehmen Kosteneinsparungen in Millionenhöhe durch Wegfall der Postgebühren und durch die Rationalisierung der Zahlungsabwicklung. Westinghouse will nach eigenen Angaben in "einigen Jahren" etwa vier Millionen Dollar pro Jahr durch die neue Zahlungsweise einsparen. Der Einsparungseffekt tritt allerdings nur ein, wenn alle mitmachen: Würde Westinghouse etwa alle ausgehenden Zahlungen elektronisch leisten, die eingehenden Zahlungen jedoch weiter in Schecks bekommen, so ergebe sich ein Verlust, den das Unternehmen auf etwa 7,75 Millionen Dollar schätzt. Die Geschäftspartner von Westinghouse könnten in diesem Fall alle Zinsvorteile in Anspruch nehmen, die sich aus der Zeitverzögerung zwischen dem Absenden und der Gutschrift eines Schecks ergeben, während Westinghouse die Zahlungen unmittelbar leisten würde.

So experimentieren die Unternehmen erst einmal im Bereich der Lohn- und Gehaltszahlungen, wo die Einsparungen bei der Abwicklung der Zahlungen größer sind als mögliche Zinsverluste. Die Exxon-Mitarbeiter können sich ihren Monatslohn direkt auf das Konto überweisen lassen, anstatt möglicherweise einige Tage auf den "Pay-Check" zu warten. Nur, die Ausreden werden möglicherweise bleiben, "wenn sich einer meiner Schecks als nicht gedeckt erweisen sollte, werde ich den Computer dafür verantwortlich machen", definierte ein Exxon-Mitarbeiter bereits (scherzhaft) die neue Strategie.

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