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25.09.1992 - 

Auch Compaq will kein Mittel mehr ausschließen

Sparmonat September: Everex und Apple müssen Leute entlassen

SAN MATEO (IDG) - Die Bemühungen der PC-Hersteller, sich für die immer enger werdenden Marktlücken schlank zu machen, reichen offenbar noch nicht aus; der Stellenabbau geht weiter. Jüngste Hiobsbotschaften dieser Art betreffen Mitarbeiter der im Silicon Valley beheimateten Unternehmen Apple und Everex, aber auch der texanischen Compaq Corp.

Um bis zu 1000 Mitarbeiter werde die Apple Computer Inc. ihre amerikanische Gehaltsliste noch im September kürzen, wissen unternehmensnahe Quellen. Während der Hersteller selbst jede Stellungnahme verweigert, sind von der CW-Schwesterzeitung "Infoworld" befragte Apple-Mitarbeiter überzeugt, daß das letzte Wort zu diesem Thema längst gesprochen sei.

Bei Compaq heißt es von offizieller Seite, man werde "alles Denkbare unternehmen, um das Unternehmen lebensfähig zu erhalten", um wettbewerbsfähig und profitabel zu bleiben. Auf die Frage, ob Entlassungen bevorstünden beziehungsweise ob Stellen gestrichen würden, antwortete ein Compaq-Sprecher weder mit ja noch mit nein.

Offiziell bestätigt werden Berichte über Entlassungen dagegen bei der Everex Systems Inc. Weltweit 250 Mitarbeiter, also zwölf Prozent der Belegschaft des Anbieters von High-end-PCs, müssen gehen, nachdem bereits im August ähnlich viele Arbeiter und Angestellte ihre Unterlagen erhalten hatten.

Die Orientierung vieler PC-Hersteller auf neue Märkte erfordert eine neue Verteilung der Qualifikationen im Unternehmen, diagnostizieren Branchenkenner. Sollten also Mittel für die Einstellung qualifizierter Mitarbeiter in neuen Produktbereichen, etwa Apples Personal Interactive Electronics (PIE), freigeschlagen werden, müßten dafür zwangsläufig altgediente Betriebsangehörige gehen.

Der Preisdruck im PC-Markt schwächt darüber hinaus die Nachfrage nach Arbeitskräften; davon seien Fertigungskräfte im Silicon Valley in besonderem Maße betroffen, meint das "California Technology Stock Letter". Der einst boomende Bereich "bewegt sich auf eine Situation zu, in der Produkte dort entwickelt und finanziert werden, während Fertigung, Verpackung und Distribution irgendwo anders" stattfänden, orakelt Herausgeber Michael Murphy. Die Lebenshaltungskosten im Silicon Valley seien, so Murphy, "für Produktionsmitarbeiter schlicht zu hoch", entsprechende Löhne von den Unternehmen nicht zu bezahlen.