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14.08.2006

Speicher-Mittelklasse erhält Zuwachs

Mit modular aufgebauten Arrays wollen IBM und Sun insbesondere EMC und Hewlett-Packard Marktanteile abjagen.

Die Mittelklassespeicher-Serie "DS4000", die IBM mit der LSI-Tochter Engenio übernahm, ist deutlich erweitert worden. Das neue Einstiegsmodell "DS4200 Express" wird den Vorgänger "DS4100" ablösen und bietet eine Gesamtkapazität von bis zu 56 TB mit SATA-Laufwerken (SATA = Serial ATA). Das Subsystem unterstützt den schnellen Fibre Channel mit 4 Gigabit/s. In den USA soll DS4200 Express ab Ende August zu einem Einstiegspreis von knapp 11 500 Dollar zu haben sein.

Für Nearline-Backup geeignet

IBM kündigte zudem Erweiterungen und Verbesserungen der DS4000-Familie an. So lassen sich die Modelle "DS4700" und "DS4800" sowie die Erweiterungseinheit "Exp810" jetzt mit SATA-Laufwerken ausstatten, die 500 GB fassen. Damit enthalten die Geräte beste Voraussetzungen für den Einsatz als Nearline-Backup-Stationen. Die neuen Drives erhöhen die Kapazität der DS4800 auf 112 TB, wenn alle möglichen 14 Erweiterungseinheiten - voll bestückt - angeschlossen sind. Für die kleinere Schwester DS4700 beläuft sich die neue Gesamtkapazität auf 56 TB, die von sechs Erweiterungen bereitgestellt werden.

Zwar liegt die Speicherkapazität nicht über der des Einstiegsmodells, dafür bringt das DS4700-Array erweiterte Funktionalität mit, beispielsweise die Unterstützung für IBMs "General Parallel File System" (GPFS) in den Versionen 2.3 und 3.1. Beide Highend-Subsysteme unterstützen jetzt auch die neue Server-Virtualisierungslösung "VMware Infrastructure 3" von EMC. Die DS4000-Familie unterstützt den Einsatz der Flash- copy-Software für die Datensicherung sowie die Volume-copy-Software, die für die Datenreplikation und -migration verwendet wird.

Nach der Storagetek-Übernahme

Sun Microsystems kündigte eine neue Speicherfamilie an, die ebenfalls im mittleren Preis- und Leistungssegment angesiedelt ist und eine gemeinsame Produktlinie für das Haus darstellt. Die beiden Subsysteme "Sun Storagetek 6140" und "6540" sind die ersten Produkte, die nach der Übernahme von Storagetek im vergangenen Jahr unter dem gemeinsamen Namen auf den Markt kommen. Sun will in den kommenden sechs Monaten zwei weitere Mitglieder der Speicherfamilie präsentieren.

Jason Schaffer, Suns Director of Product Management für die neuen Speicher, erklärte, dass die beiden Neuen die bestehenden Geräte von Storagetek und Sun ablösen werden: Modell 6140 soll die "Flexline 210" und "240" von Storagetek sowie Suns "Storedge 6130" ersetzen, das neue Modell 6540 löst die "Flexline 280" und "380" ab.

Die beiden Neuen sollen, ebenso wie zukünftige Familienmitglieder, ein gemeinsames Design für die Speichermodule, die Verwaltung der Systeme und die Datenservices teilen. So lassen sich die Festplatteneinheiten des 6140-Systems auch für den größeren Bruder verwenden. Beide unterstützen zudem Zusatzfunktionen wie "Instant-on-Volume", das es einem Anwender erlaubt, sofort ein Volume zu nutzen, auch wenn es der Administrator noch nicht optimiert hat. Beide Arrays akzeptieren auch die dynamische Veränderung der Volume-Konfiguration im laufenden Betrieb.

Einstiegskonfiguration

Das kleinere 6140-Array enthält zwei Raid-Controller von LSI Logic, 4 GB Cache-Speicher und auf der Host-Seite acht Fibre-Channel-Ports für 4 Gbit/s. Auch Sun unterstützt die neuen 500-GB-SATA-Festplatten neben den 300-GB-Platten mit FC-Anschluss. Die maximale Speicherkapazität liegt bei 56 TB. Eine Einstiegskonfiguration mit fünf SATA-Laufwerken schlägt mit rund 25 000 Dollar zu Buche.

Modell 6540 unterstützt bis zu 224 Festplatten, was die Kapazität gegenüber dem Bruder auf 112 TB verdoppelt. Der Cache-Speicher fasst bis zu 16 GB. Neben den 4-Gbit/s-Verbindungen zum Host unterstützt dieses Modell durchgängig FC-Verbindungen bis zur Erweiterungseinheit jenseits des Raid-Controllers. Sun verlangt für eine Basiskonfiguration 85000 Dollar. (kk)