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Virtual Storage Manager vorgestellt

Speicher von Storagetek nutzt Kapazitäten besser

31.10.1997

MÜNCHEN (CW) - Storage Technology hat mit dem Virtual Storage Manager (VSM) ein neues Massenspeicherkonzept angekündigt. Mit diesem ist es möglich, die Einheit von "Iceberg"-Plattenspeicher-Systemen und nachgeordneten Storagetek-Band- und Bibliotheks-Archivsystemen effizienter zu nutzen.

Das neue Speicherkonzept von Storagetek besteht im Prinzip aus drei Komponenten. Erstens aus dem Virtual Tape Storage Subsystem (VTSS). Hierbei handelt es sich um modifizierte Iceberg-Platten-Arrays. Sie besitzen eine Speicherkapazität von 180 und bis zu 930 GB. Das Prinzip des VSM-Konzepts besteht nun darin, daß auf dem VTSS ein komplettes Abbild des nachgeordneten Band-Bibliothekssystems geschaffen wird.

Neu ist die zweite Komponente der VSM-Architektur, das Virtual Tape Control System (VTCS). Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung von Storageteks Management- und Kontroll-Software, die auf dem Host lagert.

Schließlich hat Storagetek für sein VSM-System noch eine grafische Benutzer-Schnittstelle entwickelt.

Mit dem VSM-Verfahren sollen Anwender vor allem ihre Bandspeicher effizienter nutzen können, weil sich diese nunmehr komplett beschreiben lassen.

Außerdem, so das weitere Versprechen von Storagetek, würden sich die Zugriffsgeschwindigkeiten auf die Daten erhöhen. Im Prinzip arbeitet der Anwender immer mit den "virtuellen" Daten, die auf dem Iceberg-Array gepuffert sind. Er muß sich diese nicht mehr aus den Bandbibliotheken auslesen lassen. Erst zu unkritischen Zeiten werden die Daten vom VTSS auf die Bibliotheken überschrieben. Storagetek nutzt für die nachgeordneten Bandspeicher seine "Nearline"-Geräte. Diese müssen übrigens für die Nutzung in einem VSM-Komplex nicht modifiziert werden.

Storagetek verspricht, daß durch die acht parallelen Datenströme, die gleichzeitig auf acht Laufwerke mit jeweils einem Controller auf die Nearline-System auflaufen, eine Datendurchsatzrate von 45 MB/s erzielt werden kann. Der Virtual Tape Server (VTS), IBMs Konkurrenzprodukt zu VSM, biete hingegen nur zwei Host-Pfade.

Um für die Kompatibilität zwischen der Band-Management-Software und VSM zu sorgen, arbeitet Storagetek mit verschiedenen Softwarehäusern wie der Computer Associates Inc. (CA) und der Platinum Technology Inc. zusammen. Um die Daten von den Nearline-Bandbibliotheken zu den Platten-Puffern noch schneller zu übertragen, entwickeln die Unternehmen New Dimensions Software und Software Engineering of America Inc. entsprechende Lösungen.

Wie Klaus Beier, Geschäftsführer der Storage Technology Holding GmbH aus Frankfurt am Main, sagte, dürften sich die Marktpreise für ein VSM-System zwischen 540000 und sechs Millionen Mark belaufen. Der Preis hängt vor allem von der Größe der Plattenspeicher ab. Eine mittlere Konfiguration kostet laut Beier etwa zwei Millionen Mark.