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Speicherbranche umwirbt Mittelstand

27.09.2007
Die Angebote von IBM, Hitachi Data Systems, Hewlett-Packard, EMC und Dell reichen von reinen Einsteigergeräten für Profis bis zu abgespeckten Highend-Systemen.

Der Markt für mittelgroße Raid-Systeme wächst jährlich um 5,6 Prozent und damit schneller als der gesamte Speichermarkt. Beispielsweise schätzt die IBM, dass sich im kommenden Jahr die Ausgaben für Highend-Speicher und für Anlagen im SMB-Bereich etwa die Waage halten werden. Firmenchef Samuel Palmisano prophezeit bereits, dass das Small-and-Medium-Business in fünf Jahren Big Blues größtes Kundensegment bilden wird.

Auf einen Blick

- Dell: Eigenentwicklung Powervault MD3000i, 72 GB bis 18 TB pro Gehäuse, SAS-Platten, iSCSI-SAN-Speicher-Array, ab rund 8000 Euro.

- EMC: Multiprotokollspeicher Celerra NS20, bis 20 TB, FC- und SATA-II-Platten, Kombination von NAS, iSCSI und Fibre Channel, Preis ab 14 000 Euro.

- Hewlett-Packard: Blade-System c3000 (Shorty), bis 1 TB, All-in-one-Lösung aus Server, Speicher und Archiv, 6U, Preis 3260 Euro.

- Hitachi Data Systems: Mittelklassespeicher USP VM, maximal 72 TB, Highend-Funktionen wie Thin Provisioning und Cross Box Replication, ab 60 000 Dollar.

- IBM: Subsysteme N3300 und N3600; bis 24,6 TB beziehungsweise 69 TB, SAS-Platten, ab 17 000 Dollar beziehungsweise 22 000 Dollar.

Ergänzende Software

Für den Einstiegsbereich stellte IBM mit "N3300" und "N3600" zwei Subsysteme vor, die maximal 24,6 TB (N3300) beziehungsweise 69 TB (N3600) fassen. Beide Geräte erlauben dem Mittelstand das Speichern von Block- und File-basierenden Informa-tionen auf einer Hardwareplattform über Fibre Channel und Ethernet. Als Festplatten kommen die neuen seriellen SCSI-Laufwerke SAS zum Einsatz, von denen bis zu 104 in das größere System eingebaut werden können. Zusätzlich zur Hardware kündigte IBM auch zwei neue Softwarepakete an: Der "Protection Manager" enthält Funktionen für Disk-to-Disk-Backup und die automatisierte Replikation. Der "Snap Manager for SAP" soll Snapshots und Datenverwaltung im SAP-Umfeld vereinfachen. Die beiden neuen IBM-Speicher schlagen mit mindestens 17 000 Dollar (N3300) und 22 000 Dollar (N3600) zu Buche.

Weniger muss berappen, wer sich für Dells Eigenentwicklung "Powervault MD3000i" entscheidet, die bereits ab 8000 Dollar zu haben ist. Der Speicher konkurriert mit EMCs "AX-150i" aus der "Clariion"-Familie, der dank der langjährigen OEM-Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen ebenfalls von Dell angeboten wird. Die Eigenentwicklung soll angeblich besonders einfach zu bedienen sein und keine "esoterischen" Kenntnisse der Speicherverwaltung erfordern. Dell bemängelt am EMC-Gerät insbesondere die komplizierte "Navi-sphere"-Oberfläche des Device-Managers. Der hauseigene Speicher habe zudem den Vorteil, dass er eine gemeinsame Schnittstelle mit der Verwaltungssoftware der Server besitzt und ebenso wie diese SAS-Festplatten nutzt, wirbt der Direktanbieter. Auch in puncto Erweiterbarkeit sieht sich Dell gegenüber dem OEM-Speicher im Vorteil: Während AX-150i nur bis zu zwölf Festplatten aufnimmt, kann MD3000i über die Erweiterungseinheit bis zu 45 Laufwerke enthalten und verwalten.

Für gemischte Umgebungen

EMC bietet dem Mittelstand eine Einstiegsversion des "Centera"-Systems an, das unveränderliche Inhalte aufnehmen soll. Bei der Entwicklung hat der Hersteller nach eigenen Angaben besonders auf Energieeffizienz geachtet, so dass man bei den Stromkosten bis zu 67 Prozent je gespeichertes Terabyte sparen könne. Verbessert wurde auch das Betriebssystem, das jetzt Sicherheitsfunktionen enthält. "Celerra NS20" nennt sich EMCs Einsteigersystem für gemischte Umgebungen. Der Speicher unterstützt NAS, iSCSI und Fibre Channel und soll sich ganz einfach in nur 15 Minuten installieren lassen.

Abgespecktes Highend

EMCs Rivale Hitachi Data Systems (HDS) legt mit "USP VM" eine abgespeckte Version des Highend-Geräts vor, das im 19-Zoll-Rack zehn Höheneinheiten belegt und mit einem herkömmlichen Stromanschluss auskommt. Der Mittelklassespeicher fasst maximal 72 TB auf 240 Festplatten. Zusätzlich kann das Gerät bis zu 96 TB an extern gelagerten Daten verwalten. Da der USP-VM-Speicher den gleichen Mikrocode verwendet wie das Highend-Gerät "USP V", enthält er auch Funktionen wie Thin Provisioning und Cross Box Replication. HDS verlangt für seine Mittelklasse mindestens 60 000 Dollar.

Ebenfalls in ein Rack verstaut hat Hewlett-Packard das Blade-System "Shorty", das dem Mittelstand als All-in-one-Lösung angeboten wird. Die Kombination aus Server, Speicher und Archivsystem kann nahezu beliebig bestückt werden, beispielsweise mit NAS- und iSCSI-Blades, die bis zu 1 TB fassen und Programme für Snapshots, Datenschutz und Remote Replication enthalten. Das Gerät belegt im Rack sechs Höheneinheiten und arbeitet laut Hersteller ebenfalls energieeffizient und mit einem herkömmlichen Stromanschluss. Für das Blade-System verlangt HP 3260 Euro. (kk)