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17.10.2003 - 

Hewlett-Packards Konzept für Information-Lifecycle-Management

Speicherinfrastruktur mit Prozessen verzahnen

MÜNCHEN (kk) - Nach Storagetek, EMC und anderen legt jetzt auch Hewlett-Packard (HP) eine Strategie für "Information-Lifecycle-Management" (ILM) vor. Im Prinzip geht es darum, die Speicherinfrastruktur besser in die Geschäftsprozesse zu integrieren.

Robert Schultz, HPs Senior Vice President und General Manager Network Storage Solutions, reist derzeit in Sachen ILM um die Welt. Vor der Presse in München definierte er, was HP unter dem neuen Schlagwort versteht: "Mit Information-Lifecycle-Management werden Informationen so erzeugt, kopiert, gespeichert, gesichert und bewegt, wie es die Geschäftsprozesse erfordern." Auf technischer Seite sind diese Funktionen untereinander zu integrieren und zu automatisieren.

Mit dieser Definition tritt HP Kritikern entgegen, die hinter dem neuen Zauberwort nur eine Umschreibung des altgedienten Hierarchischen Speicher-Managements (HSM) vermuten. Für Schultz ist HSM nur ein Bestandteil des viel weiter reichenden ILM-Konzepts seines Arbeitgebers. Unternehmen sind zunehmend durch Gesetzesvorschriften gezwungen, bestimmte Kriterien für die Datenarchivierung zu beachten. Beispielsweise müssen bei der Datenspeicherung die Aufbewahrungspflichten für elektronisch erzeugte Informationen berücksichtigt werden. "Deshalb sind Speicherung und Archivierung in den Workflow zu integrieren", fordert Schultz. Außerdem muss sichergestellt sein, dass Informationen auch noch nach Jahren aufzufinden sind: "Also sind Methoden für Indexierung und Retrieval zu entwickeln."

Zusammen mit Softwarepartnern wie Commvault, Q-Star, Ixos, Legato und anderen schneidert HP Branchenlösungen, die aus Hard- und Software sowie Service bestehen. Derzeit konzentriert sich HP auf Finanzdienstleister und das Gesundheitswesen. In den kommenden zwölf Monaten sollen auch Behörden und öffentliche Einrichtungen sowie die Life-Science-Branche in den Genuss von Lösungspaketen kommen. Allerdings wird es nie ILM-Produkte "von der Stange" geben, da jedes Unternehmen andere spezifische Anforderungen und Gegebenheiten aufweist und zudem die gesetzlichen Vorschriften von Land zu Land differieren. "Unsere Serviceberater stellen vor allem Fragen: Haben Sie an dies gedacht, berücksichtigen Sie jenes?", erklärt Schultz, wie HP die komplexe Materie bei den jeweiligen Kunden bearbeitet.

Dass Information-Lifecycle-Management für fast alle Speicherhersteller zum Thema geworden ist, liegt an den hervorragenden Marktaussichten. HP schätzt, dass die drei Kernelemente von ILM - Software, Hardware, Services - bis 2006 für jährlich 60 Prozent Wachstum sorgen. Konnten Unternehmen 2002 solche Produkte im Wert von rund 500 Millionen Dollar absetzen, sollen es 2006 bereits 3,8 Milliarden sein.