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15.10.2004 - 

PC-Trends

Speichervariationen für USB-Schnittstelle

Dem Größenwachstum von Festplatten scheinen keine Grenzen gesetzt zu sein. Dennoch gibt es Gründe, zusätzlich externe Speichermedien an einen PC oder Laptop anzuschließen.

Von Wolfgang Miedl*

Vor dem Siegeszug der USB-Schnittstelle hatten externe Speichermedien einen Exotenstatus. Entweder kamen die langsamen seriellen oder parallelen Anschlüsse zum Einsatz, oder aber man benötigte eine separate Schnittstellenkarte wie SCSI. Zwischenzeitlich hat sich Firewire/1394 als schnelle, praktische Anbindungsmöglichkeit etabliert und spielt im Videosektor auch weiterhin eine dominierende Rolle. Im vergangenen Jahr setzte sich schließlich USB 2.0 klar als die Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle für PCs durch. Damit lassen sich große Datenmengen extern einfach speichern und unkompliziert mit jedem Rechner austauschen. Entsprechend vielseitig ist mittlerweile das Angebot an USB-Speicherprodukten.

Schon fast ein Klassiker ist der USB-Stick. Die Miniatur-Speicherstecker sind in Größen bis zu 4 GB zu haben. Sofern sie USB 2.0 unterstützen, gehen bei einer maximalen theoretischen Datenrate von 480 Mbit/s auch größere Sicherungsaktionen schnell vonstatten. Nicht zu unterschätzen ist der Aspekt Datenschutz, denn die kleinen Speicherriesen kommen auch leicht abhanden. Manche Hersteller, beispielsweise Iomega, legen eine Software zum Verschlüsseln der Daten bei, so dass Unbefugten der Zugriff auf den Inhalt des Sticks verwehrt bleibt. Ältere PCs mit einem ungleich langsameren 1.1-Anschluss können mit einer PCI-Erweiterungskarte auf 2.0 aufgerüstet werden (zum Beispiel Adaptec USB 2.0).

Externe Platte für Backup

Sollen größere Datenmengen gespeichert werden - beispielsweise für ein Backup der internen Festplatte -, wird die USB-Stick-Lösung schnell zu teuer oder zu klein. Als ideale Lösung bieten sich hier externe Festplatten an, die es mit USB-2.0-, Firewire-Anschluss oder auch mit beiden zusammen zu kaufen gibt. Fertig montiert in einem Gehäuse sind 40-GB-Platten bereits ab etwa 100 Euro erhältlich. Soll die externe Platte gut in die Aktentasche passen, bietet sich das Laptop-übliche 2,5-Zoll-Format an - die maximale Kapazität liegt hier derzeit bei 100 GB. In der Regel erfolgt die Stromversorgung über das USB-Kabel, womit sich ein separates Netzteil erübrigt. Wer auch extern maximale Speicherkapazität benötigt, sollte sich für die etwas klobigere Variante mit PC-üblichen 3,5-Zoll-Disks entscheiden.

Ein neues Einsatzgebiet für externe USB-Platten eröffnet sich in Verbindung mit speziellen WLAN-Routern. Mit dem Network Storage Link NSLU2 von Linksys beispielsweise lässt sich auf einfache Weise ein drahtloser File-Server aufbauen, der dann die Funktion eines NAS (Network Attached Storage) übernimmt. Das derzeit noch nicht in Deutschland erhältliche Gerät verfügt über USB-2.0-Anschluss zur Anbindung des externen Datenspeichers. Benutzer greifen über WLAN kabellos auf freigegebene Verzeichnisse zu, das Management erfolgt über ein Web-Frontend. Ein vergleichbares Produkt, das Platte und Router aber bereits in einem Gehäuse vereint, bietet Iomega mit dem NAS 100d an. Hier können weitere Speichermedien über zwei USB-Anschlüsse hinzugefügt werden.

Vielfältig ist auch das Angebot an externen DVD-Multiformat-Brennern. Alternativ zu einer externen Festplatte bieten sich optische Laufwerke als Option für spontane Datensicherungen auf wiederbeschreibbaren Medien (Read/Write = RW) an. Daneben lassen sich mit DVD-Brennern Daten auch dauerhaft archivieren. Mit der derzeitigen Einführung der zweilagigen "Double-Layer"-Laufwerke erhöht sich die DVD-Kapazität auf 8,5 GB.

Damit ein PC auch mit dem gesamten Spektrum digitaler Geräte von Kameras über PDAs zu Multimedia-Playern kommunizieren kann, empfiehlt sich der Einsatz eines Multiformat-Kartenlesers für Speicherkarten. Solche "Allesfresser" sind fast unvermeidlich, da die Vielfalt bei den Mini-Speichermedien immer unübersichtlicher wird - derzeit sind es Compact Flash I und II, Sony Memory Stick (Select, Pro, Duo, Pro Duo), MMC, SD, Mini-SD, Smart Media, xD-Card und RSMM. Auch hier ist USB 2.0 die Schnittstelle der Wahl.

Billigprodukte leiden unter Geschwindigkeitsproblemen

Daneben gibt es für Laptops PC-Card-basierende Leser, zum Beispiel Sandisk 6-in-1. PCs lassen sich alternativ auch mit fest montierten Varianten für den PC-Laufwerksschacht aufrüsten. Probleme bereiten aber noch viele Geräte bei der Datenübertragungsgeschwindigkeit. Trotz einheitlichem USB-2.0-Anschluss lassen vor allem die Vertreter der Billigkategorie bei der Schreib-/Lesegeschwindigkeit sehr zu wünschen übrig. Manche Hersteller bieten da-her neuerdings explizite Highspeed-Geräte an. (ue)

*Wolfgang Miedl

ist IT-Fachjournalist in Erding.