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01.07.1994

Speicherverwaltung fuer Programme in C und C++

BERLIN (ar) - Wer grosse Anwendungsprogramme schreibt, weiss: Sobald die Menge der dynamisch erzeugten Daten ein bestimmtes Mass ueberschritten hat, gibt es Schwierigkeiten mit der Speicherverwaltung. Unterstuetzt das Betriebssystem virtuelle Speicher, kommt es durch die steigende Zahl von Speicherauslagerungen auf die Festplatte zu mitunter drastischen Einbussen bei der Performance der Anwendung - sonst stuerzt das Programm einfach ab. Speziell fuer die Anwendung entwickelte Speicherverwaltungssysteme sorgen dafuer, dass der vorhandene dynamische Speicher optimal genutzt wird und dessen Zuweisung und Freigabe reibungslos funktionieren.

Automatisches Management dynamischer Objekte

Jedoch: Anwendungsspezifische Speicherprogramme erfordern naturgemaess auch eine bestimmte Art der Repraesentation der Daten und erlauben einen nur sehr eingeschraenkten Austausch mit der uebrigen Softwarewelt. Forscher der Fraunhofer-Einrichtung fuer Software- und Systemtechnik ISST in Berlin entwickelten ein anwendungsunabhaengiges System, das nach ISST-Mitarbeiter Ulrich Kriegel die C/C++-Programmierung mit den Vorteilen einer dynamischen Speicherverwaltung verbindet. Das Memory Management System for C/C++, kurz Mem 4C ++, soll das Programmieren erleichtern, indem es die Verwaltung dynamisch erzeugter Daten oder Objekte automatisiert. Der Programmierer muss sich nicht mehr um die Freigabe seiner Datenobjekte kuemmern: Die automatische Speicherverwaltung ermoeglicht, dass fuer Daten und Objekte Speicher bereitgestellt und nicht mehr benoetigter Speicherplatz erneut verwendet werden kann. Der Programmierer kann sich, so der promovierte Physiker Kriegel, voellig auf die Erzeugung von Objekten konzentrieren: "Eine Option, die gerade angesichts der Verbreitung objektorientierter Techniken und der damit verbundenen Zunahme dynamisch erzeugter Objekte von grossem Vorteil ist." Weiteres Plus der Speicherverwaltung mit Mem 4C ++ soll die Abnahme der fuer manuelle Speicherorganisation typischen Fehleranfaelligkeit sein, auch Verweise auf nicht mehr existierende Daten - dangling references oder memory leaks - eruebrigen sich.

Bill Gates wird das Zitat "When more than 60 per cent of all programmers work with the same kind of application, that application should be incorporated into the operating system" zugeschrieben. Das scheint keiner seiner Leute bei Microsoft gehoert zu haben, resuemiert Kriegel.