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IBM: "Entscheidung steht noch aus"

Spekulationen um Big Blues AIX-Pläne für Merced

02.10.1998

IBMs Server-Marketing-Manager Bill Zeitler selbst war es, der den monatelangen Spekulationen um die AIX-Pläne Vorschub geleistet hatte. Im März dieses Jahres erklärte er, es sei "wahrscheinlich", daß IBM AIX auf IA-64-basierten Rechnern anbieten werde. Im August dementierte der Hersteller entsprechende Vorhaben dann ausdrücklich. Nun berichtet der britische Brancheninformationsdienst "Computergram", die Würfel beim weltgrößten IT-Hersteller seien gefallen. Ohne allzu großes Marketing-Getöse werde IBM innerhalb der nächsten 60 Tage ankündigen, daß AIX auf die IA-64-Architektur portiert wird, berichten die Briten, ohne allerdings Informationsquellen zu nennen. Das Betriebssystem soll für künftige Versionen der "Netfinity"-PC-Server eingesetzt werden. Der Konzern werde versuchen, das Vorhaben als Gemeinschaftsprojekt mit seinen AIX-OEM-Kunden Bull und Hitachi zu verkaufen. Hintergrund der angeblichen Pläne ist vor allem das Bemühen Big Blues, die Netfinity Server stärker als bisher als Plattform für unternehmensweite Anwendungen zu positionieren.

Nach Ansicht einiger Analysten wäre IBM allerdings besser beraten, beispielsweise Suns "Solaris x86" als OEM-Produkt auf den Netfinity-Servern anzubieten, statt den schwierigen Weg einer eigenen Portierung zu gehen. In der Tat könnte sich das Vorhaben für den Hersteller als besonders aufwendig erweisen. Ein Grund dafür liegt in dem Byte-Anordnungs-verfahren "Big Endian", das AIX verwendet. Intels Prozessoren basieren dagegen auf dem "Little-Endian"-Verfahren (siehe CW 39/98, Seite 5). Eine Umstellung von Betriebssystem und Anwendungen ist vor diesem Hintergrund alles andere als trivial, meinen Experten.

Nicht gerade begeistert dürften sich zudem die Software-Entwickler aus dem Power-PC-Lager von den Plänen zeigen, AIX nun auch auf Intel-Systemen anzubieten. Wohl auch deshalb gibt man sich offiziell sehr zurückhaltend bei der IBM. Einschlägige Medienberichte seien unzutreffend, teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. "IBM hält sich alle Optionen offen. Eine Entscheidung soll Ende des Jahres getroffen werden.