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24.04.2007

Spekulationen um Kleinfeld-Abgang bei Siemens mehren sich

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Spekulationen in den deutschen Medien über ein unerwartet frühes Ende der Ära Kleinfeld an der Spitze des Siemens-Konzerns mehren sich. "Es gibt drei Meinungen im Aufsichtsrat bei Siemens. Aber nur noch ganz wenige sind dafür, Klaus Kleinfeld eine Vertragsverlängerung von fünf Jahren zu geben", berichtet das Magazin "Focus" in seiner Online-Ausgabe am Dienstag unter Berufung auf Angaben aus "Führungskreisen des Konzerns".

Wenn sich am Mittwoch in München die 20 Mitglieder des Kontrollgremiums von Deutschlands größtem Technologiekonzern treffen, dann wählen sie den Angaben zufolge nicht nur Gerhard Cromme zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats, sondern sie beschließen den Angaben zufolge "einen kompletten Neuanfang".

Auch werden bereits einige Kandidaten als Nachfolger Kleinfelds in verschiedenen Medien gehandelt. Nach einem Vorabbericht der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) bemühen sich "führende Mitglieder des Siemens-Aufsichstrats weiterhin, Linde-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Reitzle als Nachfolger von Kleinfeld zu gewinnen.

Die Linde AG hatte zuvor mitgeteilt, dass Reitzle nicht die Führung bei Siemens übernehmen wird. "Sie können davon ausgehen, dass Reitzle Vorstandsvorsitzender von Linde bleiben wird", sagte ein Unternehmenssprecher zu Dow Jones Newswires.

Man solle dieses Dementi nicht überbewerten, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" indes unter Berufung auf Angaben aus Siemens-Aufsichtsratskreisen. Die Sache sei nach wie vor offen. Als Alternative zu Reitzle sei der frühere Volkswagen-Manager Wolfgang Bernhard im Gespräch, so die "SZ".

Ein Siemens-Sprecher wollte die Berichte nicht kommentieren. Zuvor hatte die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtet, dass mehrere Siemens-Aufsichtsräte mit der Suche nach einem Nachfolger für Kleinfeld begonnen haben. Sie seien der Meinung, dass ein Wechsel an der Konzernspitze "der richtige Weg für einen Neuanfang bei Siemens" sei, sagte ein Beteiligter laut Zeitung.

Deutsche-Bank-Vorstandsvorsitzender Josef Ackermann, der im Präsidium des Siemens-Aufsichtsrats sitzt, treibe die Ablösung voran und spreche "mit einer Reihe von externen Kandidaten". Der designierte Aufsichtsratsvorsitzende Gerhard Cromme sei in das Vorhaben eingeweiht und solle die Nachfolgefrage nach seiner Wahl am Mittwoch weiter verfolgen.

Als bevorzugte Lösung für Kleinfelds Nachfolge gelte für Ackermann nach Angaben mehrerer Beteiligter der Linde-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Reitzle, berichtete die "FTD".

Webseite: http://www.focus-online.de

http://www.sueddeutsche.de

http://www.ftd.de

DJG/abe/brb

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